Mehrere Flüge in Europa von erneuten Bombendrohungen betroffen
Eine Serie von Bombendrohungen bringt den europäischen Flugverkehr durcheinander. Mindestens zwölf Flüge waren betroffen, Kampfjets eskortierten Maschinen.

Erneute Bombendrohungen haben am Donnerstag, 5. November 2026, den europäischen Flugverkehr beeinträchtigt. Mindestens zwölf Passagierflüge waren von den Warnungen betroffen.
Mehrere Maschinen mussten umgeleitet werden, Verletzte wurden nicht gemeldet. Sprengsätze wurden bei den bisherigen Kontrollen nicht entdeckt, berichtet das «SRF».
Besonders betroffen war ein Flug der irischen Fluggesellschaft Aer Lingus von Dublin nach Rom. Der Airbus A320 wurde wegen einer Bombendrohung zum französischen Militärflugplatz Évreux umgeleitet.
Passagiere nach Bombendrohung in Sicherheit – Kampfjets eskortieren Flugzeug
An Bord befanden sich 151 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder. Alle Insassen konnten das Flugzeug unverletzt verlassen, während Spezialisten die Sicherheitskontrollen übernahmen, wie der «Tagesspiegel» schreibt.
Auch eine Maschine der finnischen Fluggesellschaft Finnair erhielt eine Bombendrohung. Der Flug von Helsinki nach Rom wurde beim Landeanflug von italienischen Kampfjets begleitet.

Anschliessend landete das Flugzeug sicher auf dem Flughafen Rom-Fiumicino, wo Sicherheitskräfte die vorgesehenen Kontrollen durchführten. Eine weitere Umleitung betraf einen Wizz-Air-Flug von Mailand nach Warschau.
Bombendrohungen: Flüge nach Wien umgeleitet und Prag betroffen
Die Maschine musste nach einer während des Fluges eingegangenen Drohung nach Wien ausweichen. Auch ein Flug der polnischen Fluggesellschaft LOT von Warschau nach Brüssel wurde überprüft.
Dabei fanden die Einsatzkräfte keine verdächtigen Gegenstände, so die «Tagesschau». Weitere Warnungen gingen in Tschechien und Dänemark ein.
Die tschechische Polizei erhielt Hinweise auf mögliche Sprengsätze an Bord von vier Flugzeugen mit Ziel Prag. Nach der Landung untersuchten Spezialisten die Maschinen, stuften die Drohungen jedoch als wenig glaubwürdig ein.
Bombendrohungen: Auch Kopenhagen und Bulgarien betroffen
Am Flughafen Kopenhagen waren ebenfalls zwei Flugzeuge betroffen. Die Polizei liess beide Maschinen durchsuchen, entdeckte dabei allerdings nichts Verdächtiges.
Nach Einschätzung der dänischen Behörden bestand keine Gefahr für Passagiere oder andere Personen am Flughafen, berichtet das «SRF». Auch Bulgarien war von der Serie anonymer Bombendrohungen betroffen.
Drei Ryanair-Maschinen mussten ihre ursprünglichen Flugrouten ändern oder ausserplanmässig landen. Zwei Flugzeuge aus Kopenhagen und Madrid landeten in Sofia, während eine Maschine aus London nach Plowdiw umgeleitet wurde.
Weitere Bombendrohungen: Ermittlungen in Rumänien laufen weiter
Zusätzlich erhielt ein Wizz-Air-Flug von Mailand nach Bukarest eine Bombendrohung, doch das Flugzeug landete dennoch sicher in der rumänischen Hauptstadt. Der rumänische Inlandsgeheimdienst SRI leitete anschliessend eine Untersuchung der Maschine ein, wie der «Tagesspiegel» berichtet.
Die jüngsten Vorfälle sind Teil einer Serie von Drohungen gegen den europäischen Luftverkehr. Bereits am Dienstag, 3. November, waren mindestens sieben Flüge und ein Kreuzfahrtschiff betroffen.
Auch damals führten die Warnungen zu erheblichen Störungen an europäischen Flughäfen, ohne dass Sprengsätze gefunden wurden. Bislang hat kein Staat eine konkrete Verantwortlichkeit für die Drohungen festgestellt.
Experten vermuten hybride Angriffe hinter den Bombendrohungen
Europäische Regierungsvertreter werfen Russland und dem Iran allerdings wiederholt hybride Angriffe und Sabotageaktionen vor. Beide Länder weisen eine Beteiligung an solchen Kampagnen zurück.
Eliran Almog, Geschäftsführer des auf Luftfahrtsicherheit spezialisierten Cybersicherheitsunternehmens Cyviation, verweist auf zeitgleiche Cyberangriffe gegen Kühlsysteme von Supermärkten in Europa. Gegenüber der «Tagesschau» erklärte er, dass unterschiedliche wichtige Dienstleistungen von Störungen betroffen seien.

Solche Aktionen könnten erhebliche Kosten verursachen und das Vertrauen der Bevölkerung beeinträchtigen. Wer hinter den aktuellen Warnungen steckt und ob zwischen den einzelnen Vorfällen ein Zusammenhang besteht, ist weiterhin ungeklärt.











