63 Gebote bei Versteigerung von Jacht eines Oligarchen in Gibraltar

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    Gibraltar versteigert eine beschlagnahmte Jacht. Insgesamt sind 63 Gebote für das 71-Millionen-Schiff eingegangen.

    Die Versteigerung der Luxusjacht des russischen Oligarchen Dimitri Pumpianski in Gibraltar ist auf ein gewaltiges Interesse gestossen. Wie das zuständige Gericht des britischen Gebiets am Dienstag mitteilte, wurden für die «Axioma» 63 Gebote eingereicht. (Archivbild)
    Die Versteigerung der Luxusjacht des russischen Oligarchen Dimitri Pumpianski in Gibraltar ist auf ein gewaltiges Interesse gestossen. Wie das zuständige Gericht des britischen Gebiets am Dienstag mitteilte, wurden für die «Axioma» 63 Gebote eingereicht. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/AP/JAVIER FERGO

    Das Wichtigste in Kürze

    • Gibraltar versteigert auf Bitte einer Bank eine beschlagnahmte Oligarchen-Jacht.
    • 63 Gebote sind dafür eingegangen, nun wird über den Käufer entschieden.

    Die Versteigerung der Luxusjacht des russischen Oligarchen Dimitri Pumpianski in Gibraltar ist auf ein gewaltiges Interesse gestossen. Wie das zuständige Gericht des britischen Gebiets am Dienstag mitteilte, wurden für die «Axioma» 63 Gebote eingereicht.

    Die Bieterphase ist nun abgeschlossen, jetzt wird über den Käufer entschieden. Der Verkauf könnte in «zwischen zehn und 14 Tagen» abgeschlossen werden, wie das Gericht erklärte.

    Das 72 Meter lange Schiff war im März im Zuge der Sanktionen beschlagnahmt worden, die Grossbritannien gegen Russland wegen des Angriffskriegs gegen die Ukraine verhängt hatte. Ein Gericht in Gibraltar ordnete dann im Juni die Versteigerung der «Axioma» zum «höchstmöglichen Preis» an. Nicht Teil der Versteigerung sind die Weinflaschen und anderer Alkohol der Bar der Jacht. Deren geschätzter Wert beläuft sich auf 150'000 Euro.

    Bank forderte von Gibraltar, die Jacht zu verkaufen

    Mit der Beschlagnahmung von Pumpianskis Jacht war die Justiz des kleinen britischen Gebiets einer Beschwerde der Bank JP Morgan gefolgt. Die Bank hatte im Dezember 2021 einen Kredit von 20,5 Millionen Euro an eine Gesellschaft vergeben, die auf den Britischen Jungferninseln registriert war. Zu den Eigentümern dieser Gesellschaft zählte eine zypriotische Firma, die wiederum im Besitz von Pumpianski war.

    Würden Sie eine Jacht kaufen, wenn Sie das Geld dazu hätten?

    JP Morgan betrachtete die Auflistung Pumpianskis auf der britischen Sanktionsliste gegen Russland als Bruch des Kreditvertrags. Daher beantragte die Bank in Gibraltar, die unter maltesischer Flagge fahrende Jacht zu beschlagnahmen und zu verkaufen. JP Morgan verlangt, dass mit dem Erlös aus dem Verkauf der Kredit zurückerstattet wird.

    Pumpianski ist Chef des grössten russischen Pipeline-Herstellers TMK. Daher bestehen gegen ihn auch Sanktionen der EU im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Wegen des Ukraine-Kriegs haben mehrere europäische Länder, darunter auch Spanien, Italien und Frankreich, Jachten russischer Oligarchen beschlagnahmt.

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