157 Migranten nach Bootsbrand im Ärmelkanal gerettet
Französische und britische Seenotretter haben 157 Migranten von einem mitten im Ärmelkanal in Brand geratenen Flüchtlingsboot in Sicherheit gebracht.

Der Motor des überfüllten Bootes habe angefangen zu brennen, wodurch das komplette Schiff in Gefahr geraten sei, teilte die maritime Präfektur in Cherbourg mit. Zwei französische und drei britische Rettungsschiffe sowie ein Hubschrauber seien den Migranten zu Hilfe geeilt und hätten sie in das nordfranzösische Boulogne-sur-Mer gebracht.
Bei einem ersten Rettungseinsatz an dem von der Normandie Richtung Grossbritannien fahrenden Boot hatten französische Retter bereits in der Nacht auf Dienstag fünf Menschen in Sicherheit gebracht. Alle anderen Menschen an Bord hätten die angebotene französische Hilfe abgelehnt.
Der Rettungseinsatz passt in den von der Präfektur festgestellten Trend der Schleuser, immer grössere Schlauchboote mit zehn Metern oder mehr Länge einzusetzen und die Flüchtlinge immer grösseren Gefahren auszusetzen. 2025 seien bereits zehn Flüchtlingsboote mit mehr als 100 Migranten an Bord festgestellt worden, hiess es im Jahresbericht der Behörde. Kürzlich wurde bereits einmal ein Boot mit rund 150 Menschen an Bord gesichtet, wie die Zeitung «Ouest-France» berichtete.
Immer wieder überqueren Migranten in meist kleinen Schlauchbooten den Ärmelkanal. Die Überfahrt ist gefährlich, vor allem weil der Meeresarm von vielen grossen Schiffen befahren wird. Immer wieder kommen dabei Menschen ums Leben, 2025 gab es nach Angaben der Präfektur 25 Tote. Zuletzt starben am Donnerstag vier Migranten bei der versuchten Überfahrt über den Ärmelkanal. 2025 konnten französische Einsatzkräfte 6.177 Migranten vor dem Ertrinken retten.






