1,39 Millionen Stellen im 2. Quartal unbesetzt

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Deutschland,

Viele deutsche Unternehmen haben ungeachtet erster Anzeichen für eine konjunkturelle Eintrübung noch immer Probleme, geeignetes Personal zu finden.

Im zweiten Quartal 2019 registrierte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 1,39 Millionen offene Stellen. Foto: Felix Kästle
Im zweiten Quartal 2019 registrierte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 1,39 Millionen offene Stellen. Foto: Felix Kästle - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Damit sind im 2. Quartal deutschlandweit 9000 Stellen mehr zu besetzen, als noch im Durchschnitt der Monate Januar bis März und sogar 175.000 mehr als im Vergleichszeitraum 2018.

Im zweiten Quartal 2019 registrierte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) bei der Bundesagentur für Arbeit 1,39 Millionen offene Stellen. Besonders schwer sei es etwa in Gesundheitsberufen oder im Gastgewerbe, Leute zu finden. «Wir haben eine weiterhin sehr hoche Personalnachfrage», sagte IAB-Arbeitsmarktforscher Alexander Kubis.

Damit sind im 2. Quartal deutschlandweit 9000 Stellen mehr zu besetzen, als noch im Durchschnitt der Monate Januar bis März und sogar 175.000 mehr als im Vergleichszeitraum 2018. An die Rekordzahl des Schlussquartals 2018 reicht der gegenwärtige Wert allerdings nicht heran. Zwischen Oktober und Dezember 2018 waren im Durchschnitt 1,46 Millionen Stellen unbesetzt. Dies war der höchste Wert seit Beginn der gesamtdeutschen Aufzeichnungen im Jahr 1992.

Die Nürnberger Arbeitsmarktforscher beobachten mit Spannung, wie sich die sich abzeichnende Abschwächung der Konjunktur auf den Arbeitsmarkt auswirken werde. Bisher zeichne sich ein gedämpfter Durchschlag ab, sagte Kubis.

Zum einen versuchten die Betriebe eingedenk des Fachkräftemangels, ihre Mitarbeiter so lange wie möglich zu halten, um nicht später wieder in Engpässe zu geraten. «Unbesetzte Stellen kann man sich über längere Zeiträume nicht leisten», sagte Kubis. Andererseits seien Branchen wie etwa der stark gewachsene Gesundheitssektor weniger konjunktur- und kaum exportabhängig.

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