Zen 6 soll AMD-Prozessoren deutlich schneller machen
Zen 6 soll die nächste Generation von AMD-Prozessoren antreiben. Erste Details zeigen deutliche technische Verbesserungen.

AMD hat erste Details zu seiner kommenden Prozessorgeneration Zen 6 bekannt gegeben und setzt dabei auf eine überarbeitete Architektur. Neben Leistungskernen und Effizienzkernen soll erstmals auch ein Low-Power-Kern zum Einsatz kommen.
Erste Engineering-Tests deuten auf einen Leistungszuwachs von bis zu 35 Prozent gegenüber aktuellen Mobilprozessoren hin. Desktop-Modelle sollen unter dem Codenamen «Olympic Ridge», mobile Varianten als «Medusa» erscheinen.
Das neue Drei-Kern-Design soll Leistung und Energieverbrauch gezielter auf unterschiedliche Aufgaben abstimmen. Wie «Borncity» berichtet, will AMD damit vor allem die Effizienz der neuen Prozessorgeneration weiter steigern.
Zen 6 erhält mehr Kerne und Cache
AMD übernimmt für die nächste Ryzen-Generation zahlreiche Entwicklungen aus dem Serverbereich in die Desktop-Plattform. Das neue Compute-Die soll künftig zwölf statt bisher acht Kerne pro Chiplet bieten.

Gleichzeitig wächst der gemeinsam genutzte L3-Cache pro Chiplet von 32 auf 48 Megabyte. Mit zusätzlichem 3D V-Cache könnten Spitzenmodelle künftig auf bis zu 288 Megabyte L3-Cache kommen.
Ein grösserer Cache führt jedoch nicht automatisch zu entsprechend höheren Leistungswerten in jeder Anwendung. Wie «Hardwareluxx» berichtet, hängt der tatsächliche Leistungsgewinn weiterhin stark vom jeweiligen Einsatzgebiet der Prozessoren ab.
Gaming steht stärker im Fokus
AMD entwickelt für Zen 6 mehrere Steuerungsfunktionen, die Spiele flüssiger und konstanter laufen lassen sollen. Vor allem die niedrigsten Bildraten sollen durch eine präzisere Verteilung der Prozessorleistung verbessert werden.
Neue Funktionen priorisieren besonders schnelle Kerne und passen Takt sowie Energieverbrauch gezielt an einzelne Aufgaben an. Wichtige Spielprozesse sollen dadurch auch bei hoher Auslastung bevorzugt mit Rechenleistung versorgt werden.
Die maximale Taktfrequenz soll sich dadurch allerdings nicht erhöhen. Wie «PC Games Hardware» berichtet, könnten Spieler dennoch von weniger Mikrorucklern und stabileren Bildraten profitieren.












