USA verbieten Import von Internetroutern aus dem Ausland
Die USA verbieten den Import neuer Internetrouter aus dem Ausland wegen angeblicher Sicherheitsrisiken für kritische Infrastruktur.

Die Federal Communications Commission (FCC) hat am 23. März den Import aller neuen, im Ausland gefertigten Consumer-Router verboten. Laut «Reuters» begründet die FCC diesen Schritt mit nationalen Sicherheitsbedenken, nachdem eine Weisses-Haus-Überprüfung ausgewählte Risiken identifizierte.
Das Importverbot betrifft alle neuen Router, die ausserhalb der USA hergestellt werden. Sie dienen typischerweise zur Verbindung von Computern, Telefonen und anderen Geräten mit dem Internet.
Bestehende Routermodelle, die bereits zugelassen oder im Markt sind, dürfen weiter verwendet und verkauft werden, wie die «AP News» berichtet.
Sicherheitsbedenken und Beiträge
Die FCC argumentiert, dass Router, die im Ausland produziert werden, in der Vergangenheit ausgenutzt wurden. Sie dienten dazu, Netzwerke zu kompromittieren, Spyware zu verbreiten oder kritische Systeme zu beeinträchtigen, schreibt «The Verge».
Zudem hat die FCC die Router auf ihre sogenannte «Covered List» gesetzt. Neue Modelle erhalten dadurch keine FCC-Autorisierung für den US-Import, es sei denn, sie bekommen eine besondere Freigabe durch US-Behörden.
Hersteller dürfen unter bestimmten Bedingungen eine «Conditional Approval» beantragen. Die Massnahme folgt ähnlichen Schritten, etwa dem Importverbot neuer ausländischer Drohnenmodelle im Dezember des Vorjahrs, wie erneut «Reuters» hervorhebt.
Auswirkungen und Ausnahmen
Das Verbot hat laut «AP News» keine Rückwirkung für bereits importierte oder zugelassene Modelle. Es schliesst Ausnahmen für Geräte ein, die vom US-Verteidigungsministerium als unbedenklich bewertet werden.

Grosshändler und Marken wie TP‑Link oder Netgear sind betroffen, weil viele ihrer Router im Ausland gefertigt werden. Sie benötigen nun eine FCC-Zulassung für neue Modelle, wie «Wired» beschreibt.
Die FCC betonte, dass die Sicherheit der Kommunikationsinfrastruktur Vorrang habe und die Massnahme nationalen Sicherheitsinteressen diene. Laut «Reuters» stellt China dabei einen bedeutenden Anteil am US-Routermarkt, rund 60 Prozent, dar.












