Instagram legt die Entwicklung seiner Kinder-Version auf Eis. In der letzten Zeit häufte sich die Kritik an der «Kids-Version» der Social-Media-Plattform.
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Instagram gehört zu den beliebtesten Social-Media-Anwendungen von Jugendlichen. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Instagram legt die Entwicklung seiner Kinder-Version auf Eis.
  • Grund dafür sind die vielen kritischen Medienartikel.
  • Man wolle die Applikation erst ausführlich testen lassen.

Instagram setzt nach kritischen Medienartikeln die Entwicklung einer Version für Kinder im Alter zwischen zehn und zwölf Jahren aus. Man glaube zwar weiterhin, dass es richtig wäre, für sie eine spezielle Variante des Foto-Dienstes anzubieten. Dies schrieb Instagram-Chef Adam Mosseri in einem Blogeintrag am Montag.

Negative Auswirkungen auf Psyche

Zunächst solle es aber ausführlichere Konsultationen mit Experten, Eltern und Politikern geben. «Instagram Kids» sei nie für Kinder jünger als zehn gedacht gewesen.

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Ein Kind liegt auf einem Sofa und blickt auf sein Smartphone. Foto: Tobias Hase/dpa - dpa-infocom GmbH

In den vergangenen Wochen war die Instagram-Mutter Facebook nach einer Serie von Enthüllungsartikeln im «Wall Street Journal» verstärkt unter Druck geraten. Darin hiess es unter Berufung auf interne Facebook-Unterlagen auch, das Online-Netzwerk habe selbst festgestellt, dass die Nutzung von Instagram sich negativ auf die psychische Gesundheit zahlreicher Teenager ausgewirkt habe, vor allem von Mädchen. Facebook bestreitet die Darstellung.

Gegenwind von Kinderschutz-Organisationen

Aktuell können Kinder ab dem Alter von 13 Jahren sich offiziell bei Instagram anmelden. Tatsächlich richten sich auch jüngere Kinder oft einen Account ein und geben dabei ein falsches Geburtsdatum ab.

Facebook will das Problem mit einer angepassten Version für sie ohne Werbung und mit mehr Kontrolle durch die Eltern angehen. Für das seit längerer Zeit bekannte Projekt gab es aber bereits Gegenwind, unter anderem von Kinderschutz-Organisationen.

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