Facebook verschärft Anzeigenregeln wegen Propaganda vor Wahlen

    Keystone-SDA
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    USA,

    Immer wieder machen Falschnachrichten und Propaganda vor Wahlen auf Facebook die Runde.

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    Facebook verschärft seine Regeln. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Wegen anstehenden Wahlen verschärft Facebook die Regeln zum Schalten von Anzeigen.
    • Das Soziale Netzwerk entscheidet aber nach Land und Region.

    Facebook will Wähler im laufenden Jahr besser vor Falschnachrichten und Propaganda schützen. Die Auflagen für politische Anzeigen und Möglichkeiten zur Einschränkung von Einmischungen würden in Indien, Nigeria, der Ukraine und Europäischen Union verschärft, teilte das weltgrösste Online-Netzwerk in der Nacht zu heute Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters mit.

    Die Plattformen des US-Konzerns wie das gleichnamige Netzwerk, der Fotodienst Instagram und der Messenger Whatsapp werden in den meisten Ländern intensiv in Wahlkampagnen von Politikern und Parteien eingebunden, sind allerdings in der Vergangenheit auch Opfer von Falschnachrichten und Hassrede geworden. Dies brachte Facebook weltweit viel Kritik ein. Um dem vorzubeugen, hat das Unternehmen im vergangenen Jahr bereits mehr Regeln für politische Anzeigen eingeführt.

    Entscheidung nach Land und Region

    Die für Weltpolitik zuständige Facebook-Managerin Katie Harbath kündigte an, dass in Nigeria ab heute Mittwoch nur noch Werbekunden, die in dem Land ansässig sind, politische Anzeigen schalten können. Die Wahlen in dem afrikanischen Land finden Mitte Februar statt. In der Ukraine gilt diese Regel ab Februar, abgestimmt wird dort Ende März.

    In Indien will Facebook alle mit der Wahl im Frühjahr zusammenhängenden Anzeigen für sieben Jahre in einer Online-Bibliothek speichern, die durchsucht werden kann. Das Unternehmen hält dies für eine geeignete Abwehrvariante gegen Einflussnahme von aussen. Im vergangenen Jahr wurde ein solches Archiv bereits in den USA, Brasilien und Grossbritannien eingesetzt.

    Harbath zufolge will Facebook zunächst nach Land und Region entscheiden, welchen Ansatz der Konzern bei Wahlen verfolgt. Entsprechende Anzeigenarchive will das Unternehmen nicht in jedem Land einführen. Laut Harbath will Facebook bis Ende Juni dann weltweite Regeln für Werbekunden festgelegt haben. Ziel sei eine globale Lösung.

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