Eigentlich wollte Google 2022 keine Cookies von Dritten mehr zulassen. Nach einer ersten Verschiebung auf 2023 lautet der neue Starttermin jetzt doch erst 2024.
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Google Chrome ist der am meisten genutzte Browser der Welt. (Symbolbild) - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Google will Drittanbieter-Cookies im Chrome-Browser abschaffen.
  • Ursprünglich war das Ende der Werbe-Cookies Dritter auf 2022 geplant.
  • Doch Google verlegte den Start auf 2023. Jetzt soll es sogar erst 2024 losgehen.

2019 lancierte Google eine Initiative namens Privacy Sandbox. Das Ziel: Nichts Geringeres als die Abschaffung von Drittanbieter-Cookies im hauseigenen Chrome-Browser. Seitdem sind mittlerweile fast drei Jahre ins Land gezogen. Und wie es aussieht, wird es auch noch eine ganze Weile dauern, bis aus dem Projekt etwas wird.

Ursprünglich war geplant, Cookies von Dritten in diesem Jahr aus Chrome hinauszuschmeissen. Britische und US-amerikanische Wettbewerbsbehörden zeigten sich allerdings skeptisch – der Termin wurde auf Mitte 2023 verschoben. Doch daraus wird ebenfalls nichts.

Jetzt heisst es in einem Google-Blogpost, dass man erst in der zweiten Jahreshälfte 2024 beginnen will, Drittanbieter-Cookies in Chrome abzuschaffen.

Google will mehr Zeit für Tests vor dem Rausschmiss der Cookies

Dem Vize-Präsident von Privacy Sandbox, Anthony Chavez, zufolge, hat Google in den letzten Monaten Testversionen mehrerer Privacy-Sandbox-APIs veröffentlicht. Dabei habe man mit Entwicklern, Publishern, Werbetreibenden und Regulierungsbehörden zusammengearbeitet, um die Design-Entwürfe zu optimieren.

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Die neue Timeline für Googles Privacy Box. Bis die Cookies von Dritten aus Chrome verschwinden, soll es noch bis ins dritte Quartal 2024 gehen. - Google

Das übereinstimmende Feedback sei, «dass mehr Zeit gebraucht wird, um die neuen Privacy-Sandbox-Technologien zu beurteilen und zu testen.»

Mit der britischen Wettbewerbsaufsicht CMA hat man derweilen bereits Anfangs Jahr eine Einigung erzielt. Die Behörde hatte zuvor Bedenken angesichts der Pläne von Google angemeldet. Google ist nämlich selbst Teil der Werbe-Cookie-Maschinerie.

Daher kann der Konzern – anders beispielsweise Mozilla – Cookies von Drittanbietern laut «Computerwoche» nicht ohne weiteres aus Chrome hinauswerfen.

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