Der Rechtsstreit zwischen Apple und Epic dauert an. Nach ersten Gerichtsentscheiden darf Fortnite immer noch nicht in den App Store.
Ein Kind spielt ein Spiel auf einem Mobiltelefon mit einem Bild des Fortnite-Spiels auf dem Computerbildschirm im Hintergrund. (Archivbild). Foto: Herwin Bahar/ZUMA Wire/dpa
Ein Kind spielt ein Spiel auf einem Mobiltelefon mit einem Bild des Fortnite-Spiels auf dem Computerbildschirm im Hintergrund. (Archivbild). Foto: Herwin Bahar/ZUMA Wire/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Gerichtsverhandlungen zwischen Apple und Epic sind nach einem Jahr noch nicht fertig.
  • Fortnite wird wohl vorerst keine Rückkehr in Apples App Store feiern können.
  • Die zuständige Richterin stellt sich mehrheitlich auf die Seite von Apple.

Apple will Fortnite erst dann wieder in seinen App Store lassen, wenn der Rechtsstreit mit Epic Games komplett abgeschlossen ist. Der iPhone-Konzern lehnte eine Bitte um die Wiederaufnahme ab, wie aus einem vom Epic-Chef Tim Sweeney veröffentlichten Brief hervorgeht. Apple verwies darin unter anderem auf das vorherige «doppelzüngige» Verhalten von Epic.

In der seit über einem Jahr andauernden Auseinandersetzung hatte es vor knapp zwei Wochen das erste Urteil gegeben. Die oberste Richterin Yvonne Gonzalez Rogers entschied, dass Apple im Recht war, Fortnite aus dem App Store zu verbannen.

Epic baute heimlich Softwarecode ein

Epic wollte das Recht durchsetzen, einen eigenen App Store auf dem iPhone zu betreiben. So will der Entwickler digitale Inhalte für das Spiel an Apple vorbei verkaufen.

Nachdem Apple auf seinen Regeln beharrt hatte, griff Epic zu einem Trick. Die Spielefirma baute heimlich Softwarecode in die App ein. So konnten Fans Fortnite-Artikel direkt bei Epic kaufen konnten, ohne dass Provisionen an Apple fällig wurden. Nachdem die Funktion aktiviert wurde, warf Apple Fortnite aus dem App Store.

Die Richterin äusserte sich nicht zu den Apple-Provisionen von 15 bis 30 Prozent bei Verkäufen digitaler Güter. Sie beschloss aber, dass Apple Entwicklern künftig Käufe ausserhalb des Stores nicht mehr verbieten dürfe. Epic ging in Berufung gegen das Urteil.

Epic will sich in Zukunft an geltende Regeln halten

Zugleich versprach Sweeney in einer E-Mail an Apple, dass Epic sich künftig an die Regeln halten werde. «Apple hat gelogen», polterte er nach der Ablehnung des Gesuchs bei Twitter.

Apple erklärte, weitere Rückkehr-Gesuche erst zu prüfen, wenn das Urteil der Richterin endgültig sei und nicht mehr angefochten werden könne. Dieser Prozess könne auch fünf Jahre dauern, kritisierte Sweeney. Von Apple gab es zunächst keinen weiteren Kommentar.

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