Trotz Vorsichtsmassnahmen: Corona-Fälle in China steigen wieder

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    Trotz strenger Vorsichtsmassnahmen erlebt China die höchste Zahl neuer täglicher Infektionen seit drei Monaten.

    In China verzeichnen die Behörden wieder eine steigende Zahl von nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen. (Symbolbild)
    In China verzeichnen die Behörden wieder eine steigende Zahl von nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen. (Symbolbild) - sda - KEYSTONE/AP/Andy Wong

    Obwohl die Volksrepublik das Virus weitestgehend im Griff hat, meldete die Gesundheitskommission am Mittwoch in Peking rund 100 neue Fälle. Grössere Ausbrüche gibt es in Ürümqi in der Nordwestregion Xinjiang und in Dalian. Von der nordostchinesischen Hafenstadt haben sich die Infektionen durch Reisende in neun andere Städte ausgebreitet - auch nach Peking, das den ersten Fall seit drei Wochen verzeichnete.

    Da China praktisch eine «Null-Fälle-Politik» verfolgt, reagieren die Behörden mit strengen Massnahmen. In Dalian, wo der Ursprung des Ausbruchs in einer Fischfabrik vermutet wird, wurde schon die Hälfte der sechs Millionen Einwohner getestet. In Ürümqi stehen die Tests der 3,5 Millionen Einwohner vor dem Abschluss. Die Hauptstadt von Xinjiang berichtete am Montag 89 neue Infektionen.

    Im Vergleich zu der dramatischen Entwicklung in anderen Ländern sind die Zahlen in China mit rund 500 offiziell berichteten aktuellen Erkrankungen eher gering. Trotzdem wurden Hunderte Flüge und Züge gestrichen. Der öffentliche Nahverkehr in Dalian wurde eingestellt. Reisende aus Risikobezirken der Hafenmetropole müssen in der umliegenden Provinz Liaoning 14 Tage in Quarantäne.

    In China, wo Anfang Dezember die ersten Fälle der Covid-19-Pandemie aufgetreten waren, gelten ohnehin weiter strenge Vorsichtsmassnahmen: Corona-App, Mundschutz und Fiebermessen gehören zum Alltag. Ohne grünes Licht durch das Handy-Programm lassen sich etwa in Peking keine Supermärkte, Läden oder Restaurants betreten. Märkte oder Wohnanlagen installieren am Eingang schon Geräte zur automatischen Messung der Temperatur.

    Auch ist Chinas Grenze für Ausländer praktisch noch dicht, da keine regulären Visa vergeben werden. Mit acht Ländern wie auch Deutschland gibt es aber Ausnahmeregelungen. Allerdings konnten seit Ende Mai nur rund 1000 Passagiere mit Sonderflügen der deutschen Handelskammer in China einreisen, mussten aber meist zwei Wochen in Quarantäne.

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