Chinesische Industrie wächst schneller – Einzelhändler ebenso

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    Die Unternehmen stellten im Oktober 3,5 Prozent mehr her als ein Jahr zuvor, wie das Statistikamt am Montag in Peking mitteilte.

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    Container mit Handelswaren an einem chinesischen Hafen. (Symbolbild) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Chinas Wirtschaft hat im Oktober einen Zahn zugelegt.
    • Die Aussichten bleiben aber getrübt.

    Trotz Engpässen und dem harten Vorgehen der Behörden gegen Corona-Ausbrüche hat die chinesische Wirtschaft im Oktober einen Zahn zugelegt. Darauf deuten das beschleunigte Wachstum von Industrieproduktion und Einzelhandelsumsätzen hin. Die Unternehmen stellten 3,5 Prozent mehr her als ein Jahr zuvor, wie das Statistikamt am Montag in Peking mitteilte.

    Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem Plus von 3,0 Prozent gereicht, nachdem es im September nur einen Anstieg von 3,1 Prozent gegeben hatte. Die Einzelhändler nahmen 4,9 Prozent mehr ein als im Oktober 2020. Hier hatten Analysten nur ein Wachstum von 3,5 Prozent erwartet, nach plus 4,4 Prozent im September.

    Die Aussichten bleiben aber getrübt. «Das Wachstum wird sich wahrscheinlich im Rest dieses Jahres abschwächen», sagte der Chefökonom des Vermögensverwalters Pinpoint Asset Management, Zhiwei Zhang. «Covid-Ausbrüche haben weitere Städte dazu gezwungen, ihre Reisebeschränkungen zu verschärfen, was wahrscheinlich den Dienstleistungssektor im November beeinträchtigen wird.

    Probleme auf dem Immobiliensektor

    Hinzu kommen die Probleme auf dem Immobiliensektor, wo den Branchengrössen China Evergrande und Kaisa die Zahlungsunfähigkeit droht. Die Entwicklung hier sei das grösste Risiko für die Konjunktur, sagte Zhiwei. Experten rechnen deshalb damit, dass Regierung und Zentralbank stützend eingreifen werden. «Wir erwarten, dass die politischen Entscheidungsträger weitere Lockerungsmassnahmen ergreifen, um zu verhindern, dass das Wachstum zu stark sinkt», sagte Ökonom Louis Kuijs von Oxford Economics.

    China war wirtschaftlich wesentlich besser durch die Corona-Krise gekommen als viele andere Staaten. Zuletzt sahen die Perspektiven aber nicht mehr ganz so rosig aus. 36 Prozent der deutschen Unternehmen mit einem Auslandsgeschäft gaben in einer DIHK-Umfrage an, mit einem positiven Konjunkturtrend in China zu rechnen. Im Frühjahr waren es allerdings noch 70 Prozent. Im dritten Quartal war die chinesische Wirtschaft zum Vorjahr nur noch um 4,9 Prozent gewachsen. Das war der niedrigste Wert seit dem dritten Quartal 2020.

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