Zalando

    Zalando kommt gestärkt aus der Krise

    DPA
    DPA

    Bolivien,

    Noch vor wenigen Monaten musste Zalando ein Sparprogramm auflegen, um die Folgen der Krise abzufedern. Inzwischen verdient der Online-Modehändler wieder kräftig. Doch intern gibt es manches aufzuarbeiten.

    Zalando macht nach wie vor einen Grossteil des Umsatzes mit Kundenbestellungen. Foto: Bodo Marks/dpa
    Zalando macht nach wie vor einen Grossteil des Umsatzes mit Kundenbestellungen. Foto: Bodo Marks/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nach einer Delle zu Beginn der Corona-Krise läuft das Geschäft für den Online-Modehändler Zalando inzwischen wieder prächtig.

    Das liegt neben mehr Kunden und Bestellungen auch daran, dass immer mehr Marken und Einzelhändler die Plattform für den eigenen Vertrieb nutzen - und dafür eine Provision zahlen. «Wir sind aus der ersten Welle der Pandemie deutlich stärker herausgekommen, als wir hineingegangen sind», sagte Finanzchef David Schröder bei der Präsentation der Zahlen für das zweite Quartal.

    Der Nettogewinn stieg zwischen Mai und Juni von 45,5 Millionen im selben Zeitraum des Vorjahres auf 122,6 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) wurde mit 211,9 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Der Umsatz stieg um 27,4 Prozent auf gut 2 Milliarden Euro. Die Prognose für 2020 bekräftigte das Unternehmen.

    Dabei hatte die Corona-Krise zunächst auch Zalando getroffen. Verbraucher konsumierten generell weniger. Der Online-Konzern machte im März deshalb deutliche Verluste und kündigte ein Sparprogramm von 350 Millionen Euro an, das unter anderem durch Gehaltsverzicht des Vorstands sowie der unteren Managementebene zustandekommen sollte. «Inzwischen konnten wir viele dieser Massnahmen wieder aufheben», sagte Schröder. «Wir haben wieder begonnen einzustellen», viele Mitarbeiter hätten Gehaltserhöhungen bekommen.

    Nach wie vor macht Zalando einen Grossteil des Umsatzes mit den Kundenbestellungen. 46,5 Millionen gingen davon im zweiten Quartal ein und damit fast ein Drittel mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der aktiven Kunden stieg um mehr als 20 Prozent auf rund 34 Millionen.

    Doch baut Zalando zunehmend auch den Geschäftskundenbereich aus. Marken können die Plattform für den eigenen Vertrieb nutzen. Inzwischen macht dieser Geschäftsbereich dem Unternehmen zufolge rund 15 Prozent des Brutto-Warenvolumens aus. Zudem können stationäre Händler, die bislang kaum im Online-Geschäft tätig waren, dieses über Zalando ausbauen. Gerade in der Krise, als Geschäfte geschlossen hatten, seien viele solcher Händler hinzugekommen, hiess es.

    Nach aussen läuft es gut, doch intern muss das Unternehmen derzeit einiges aufarbeiten. Nach Berichten über Rassismusvorwürfe hat Zalando eine Kanzlei damit beauftragt, die Anschuldigungen aufzuarbeiten. «Wir nehmen solche Vorwürfe sehr ernst», betonte Schröder erneut. Die Untersuchungen gemeinsam mit dem eigenen Compliance-Team seien noch nicht abgeschlossen. «Insofern können wir dazu derzeit nichts sagen.»

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Campingfeuer Bella Italia
    «Fire! Fire!»
    Dealer
    1 Interaktionen
    Zu lange Knast

    MEHR IN NEWS

    Man muss die Eltern kritisieren, nicht die Kinder!
    9 Interaktionen
    Schweigepfad-Lärm
    Ostschweizer Kantonsrat will heimliche Kameras auf Nase stoppen
    2 Interaktionen
    Smart Glasses
    Tierpark Bern Artenschutz
    Tierpark Bern
    Xi Jinping
    1 Interaktionen
    Bei Trump-Besuch

    MEHR ZALANDO

    Zalando
    42 Interaktionen
    Retoure
    zalando erfurt
    18 Interaktionen
    Logistikzentrum
    Zalando
    9 Interaktionen
    2700 Beschäftigte

    MEHR AUS BOLIVIEN

    Polizisten in Bolivien bei Protesten in La Paz.
    3 Interaktionen
    Nach US-Vorwürfen
    Katzenart
    5 Interaktionen
    Leopardus tilcayo
    evo moraes
    1 Interaktionen
    Santa Cruz de la Sierra
    Cochabamba