Zahl der getöteten Journalisten 2018 gestiegen

    Keystone-SDA
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    Mexiko,

    In diesem Jahr ist die Zahl der getöteten Journalisten wieder gestiegen. 94 Journalistinnen und Journalisten verloren ihr Leben.

    Jamal Khashoggi ermordet
    Jamal Khashoggi wurde in der saudischen Botschaft getötet. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im Jahr 2018 wurden weltweit 94 Journalisten getötet.
    • In den letzten drei Jahren war die Zahl jeweils zurückgegenangen, nun stieg die Zahl.

    Die Zahl der bei Ausübung ihrer Arbeit getöteten Journalisten und Medienschaffenden ist 2018 um zwölf auf 94 gestiegen. Das teilte die Internationale Journalisten-Föderation (IFJ) am Montag mit.

    Damit sei der Trend der vergangenen drei Jahre umgekehrt, in denen die Zahl der getöteten Reporter jeweils gesunken sei. Unter den Opfern im abgelaufenen Jahr waren demnach 84 Journalisten, Kameraleute und Techniker sowie zehn Medienmitarbeiter, die als Fahrer, Sicherheitskräfte oder Verkäufer gearbeitet hätten. Sechs der Opfer waren Frauen. 2017 waren 82 Journalisten und Medienschaffende getötet worden.

    Angeführt wird die Liste der ermordeten Journalisten von Afghanistan. 16 Reporter und Medienschaffende wurden hier 2018 durch gezielte Tötungen, Bombenanschläge oder im Kreuzfeuer getötet. Es folgen Mexiko (11), dann die Konfliktregionen Jemen (9) und Syrien (8). In Indien wurden 7 Opfer registriert, in Pakistan wie in den USA und Somalia jeweils 5. In Europa wurden vier Journalisten getötet (Frankreich, Bulgarien, Türkei, Slowakei).

    Abkommen für Sicherheit

    Die Liste verdeutliche die gegenwärtige Sicherheitskrise für Journalisten, teilte die Journalisten-Föderation mit. Ein trauriger Höhepunkt sei die grausame Ermordung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi gewesen. Der regierungskritische Kolumnist der «Washington Post» war Anfang Oktober im Konsulat Saudi-Arabiens in Istanbul von einem Spezialteam saudischer Agenten getötet worden.

    IFJ-Präsident Philippe Leruth forderte die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen auf, das Abkommen für die Sicherheit und den Schutz für Journalisten anzunehmen. Dieses habe die IFJ den diplomatischen Vertretungen der Uno im New York im Oktober präsentiert.

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