Nach dem Ende der Offensive gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) beginnt am Montag in Kuwait eine Konferenz zum Wiederaufbau des Iraks.
IS im Irak
IS im Irak - dpa
Ad

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei dem dreitägigen Treffen kommen Vertreter von Geberländern, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen zusammen.
  • Die Weltbank schätzt den mittelfristigen Bedarf für den Wiederaufbau auf rund 88 Milliarden US-Dollar.

Internationale Konferenz zum Wiederaufbau des Iraks beginnt
Kuwait-Stadt (dpa) - Nach dem Ende der Offensive gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) beginnt am Montag in Kuwait eine Konferenz zum Wiederaufbau des Iraks. Bei dem dreitägigen Treffen kommen Vertreter von Geberländern, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen zusammen. Auch UN-Generalsekretär António Guterres will teilnehmen, wie die staatliche kuwaitische Nachrichtenagentur Kuna meldete. Mitveranstalter der Konferenz sind die EU und die Weltbank.

Iraks Ministerpräsident Haidar al-Abadi hatte im Dezember erklärt, das Land sei vollständig vom IS befreit worden. In dem mehr als dreijährigen Kampf gegen die Extremisten wurden grosse Teile des Iraks zerstört. So wurden in der früheren nordirakischen IS-Hochburg Mossul ganze Viertel dem Erdboden gleichgemacht.

Die Weltbank schätzt den mittelfristigen Bedarf für den Wiederaufbau auf rund 88 Milliarden US-Dollar (etwa 71 Milliarden Euro). Die irakische Regierung erhofft sich nach eigenen Angaben in Kuwait Zusagen der Geberländer in Höhe von 100 Milliarden Euro. Das ölreiche Land leidet wegen des niedrigen Ölpreises unter einer Finanzkrise. Zudem behindert die weit verbreitete Korruption den Wiederaufbau.

Konferenzen
Konflikte
Wirtschaft
Irak
Kuwait

11.02.2018 19:00
Vorausmeldung

IS im Irak
IS im Irak - dpa
Ad
Ad

Mehr zum Thema:

Islamischer StaatWeltbankHaidar al-Abadi