Im Mai wurde die Journalistin Schirin Abu Akle im Westjordanland getötet. Laut der «New York Times» wahrscheinlich vom israelischen Militär.
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Die im Westjordanland erschossene al-Dschasira-Reporterin Schirin Abu Akleh - AL JAZEERA/AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Kugel soll aus aus Richtung eines israelischen Militärfahrzeugs abgegeben worden sein.
  • In der Nähe der Journalistin soll sich kein bewaffneter Palästinenser befunden haben.

Im Westjordanland wurde die Journalistin Schirin Abu Akle erschossen. Laut einer Untersuchung der «New York Times» wurde die tödliche Kugel wohl von israelischen Soldaten abgefeuert. Sie sei wahrscheinlich aus Richtung eines israelischen Militärfahrzeugs abgegeben worden, meldete die Zeitung am Montag. In der Nähe der Journalistin soll sich der Untersuchung zufolge kein bewaffneter Palästinenser befunden haben.

Dies widerspreche der Theorie der israelischen Armee. Laut der wurde die Journalistin versehentlich von einem Soldaten, der eigentlich auf einen palästinensischen Schützen feuern wollte, getötet. Die US-Zeitung räumte zugleich ein, dass es keine Beweise dafür gebe, dass ein israelischer Soldat die Frau bzw. das Wort «Presse» auf ihrer Schutzweste erkannt und absichtlich auf sie geschossen haben könnte.

Im Mai im Westjordanland ums Leben gekommen

Die Journalistin vom TV-Sender Al-Dschasira war im Mai während eines israelischen Militäreinsatzes in Dschenin im nördlichen Westjordanland ums Leben gekommen. Nach Angaben der israelischen Armee hatte es im Vorfeld heftige Feuergefechte mit militanten Palästinensern in Dschenin gegeben.

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Gedenken an die im Westjordanland getötete Journalistin Schirin Abu Akleh - AFP

Der palästinensische Generalstaatsanwalt machte Israel verantwortlich und warf den Soldaten vor, die Frau gezielt getötet zu haben. Israels Armee wies nach einer internen Untersuchung die Anschuldigungen der Vorsätzlichkeit zurück. Die Journalistin sei keinesfalls absichtlich erschossen worden.

Nach Darstellung der Armee ist nicht eindeutig, von wo der tödliche Schuss kam. Eine gemeinsame Untersuchung des Falls lehnte die Palästinenserführung ab. Abu Akles Tod hatte international für Bestürzung gesorgt.

Für ihre Untersuchung wertete die «New York Times» unter anderem Videos aus und führte Interviews mit Zeugen. Zudem hätten Experten die Distanz, die die tödliche Kugel hinter sich gelegt haben muss, mit Hilfe einer akustischen Analyse berechnet.

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