Neue Signalisation von Bike-Trails soll Unfälle vermeiden

    Keystone-SDA
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    Bern,

    In der Schweiz gibt es jährlich zahlreiche Unfälle mit Verletzungen beim Mountainbiken. Eine einheitliche Signalisation soll Unfälle verhindern.

    Bike-Traila
    Zwei Bikende in voller Fahrt: Fehleinschätzungen auf Bike-Trails führen zu Unfällen, eine neue Signalisation soll dies vermeiden. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Neue Beschilderungen stufen Bike-Trails klarer nach Schwierigkeit ein.
    • Eine Fehleinschätzung der Trail-Benutzenden soll vermieden werden.
    • Die Markierung gemeinsamer Singletrails könnte Konflikte zwischen Wandernden und Bikenden senken.

    Jedes Jahr verletzen sich in der Schweiz rund 16'000 Menschen beim Mountainbiken. Oft überschätzen diese ihre Fähigkeiten oder unterschätzen die Schwierigkeit eines Trails.

    Steile Passagen, hohe Absätze, Wurzeln oder enge Kurven führen immer wieder zu Stürzen. Die neue Signalisation von der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU), SchweizMobil und dem Bundesamt für Strassen soll helfen, diese zu vermeiden.

    neue Beschilderung
    Neue Beschilderung für Schwierigkeitsgrade von Mountainbike-Trails. - Bundesamt für Strassen (Astra)

    Durch die Beschilderung sollen die eigenen Fehleinschätzungen vermieden werden, indem bereits vor der Fahrt eine passende Route ausgewählt werden kann. Sie orientiert sich an Skipisten.

    Fünf Farben zeigen Schwierigkeit des Trails

    Trails werden neu in fünf Schwierigkeitsgrade eingeteilt: Grün steht für sehr einfache Strecken, gefolgt von Blau, Rot, Schwarz und Violett für sehr schwierige Trails.

    Zusätzlich unterscheiden sich die Markierungen in ihrer Form, damit sie auch für Menschen mit Farbsehschwäche gut erkennbar sind.

    Auch die Art des Trails ist erkennbar

    Neben der Schwierigkeit informiert die Signalisation auch über die Art des Trails. Unterschieden wird zwischen gemeinsam mit Fussgängerinnen und Fussgängern genutzten Singletrails, naturnahen Tech-Trails sowie breiteren, künstlich angelegten Style-Trails.

    Bike-Trail
    Singletrails, die von Wandernden und Bikenden gemeinsam genutzt werden, müssen künftig deutlich signalisiert werden. - keystone

    Vor allem auf gemeinsam genutzten Singletrails macht die neue Signalisation deutlich, dass sowohl Wandernde als auch Bikende unterwegs sind. Die BFU erhofft sich dadurch mehr gegenseitige Rücksichtnahme und weniger Konflikte auf den Wegen.

    Fährst du selber Mountainbike?

    Signalisierte Singletrails müssen künftig nach dem neuen System gekennzeichnet werden. Und: Auf Mountainbike-Strecken ist die Angabe des Schwierigkeitsgrads verbindlich.

    Gemeinden und Betreibern von Trails empfiehlt die BFU, die neue Signalisation ab sofort umzusetzen.

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    Kommentare

    User #4282 (nicht angemeldet)

    Die Biker sind Signalblind. Ich wohne in der Nähe eines Naturschutzgebietes. Kurz nacheinander zwei allgemeine Fahrverbotschilder plus ein Schild keine Bikeroute. Trotzdem fahren die Biker dort durch und erwarten noch, dass man als Wanderer ausweicht. Wenn man sie auf die Schilder hinweist wird man meistens nur dumm angemotzt. Das ist die Realität

    User #1741 (nicht angemeldet)

    Bei uns ist es gerade umgekehrt: Neue Unfälle von Bike-Trails sollen Signalisation vermeiden.

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