Im Mai kam die Journalistin Schirin Abu Akle im Westjordanland ums Leben. Israels Armee sagt nun, sie sei nicht «absichtlich» erschossen worden.
Westjordanland
Israelisches Wachpersonal sichert den Eingang zur jüdischen Siedlung Ariel im Westjordanland. - Ariel Schalit/AP/dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Mai wurde im Westjordanland eine Journalistin getötet.
  • Der Fall erregte international grosses Aufsehen und Forderungen nach Aufklärung.
  • Sie sei «nicht absichtlich erschossen» worden, sagt nun Israels Armee.

Israels Armee weist nach einer internen Untersuchung Anschuldigungen der Vorsätzlichkeit im Fall der im Westjordanland getöteten Schirin Abu Akle zurück. «Die Journalistin wurde in keiner Weise absichtlich erschossen», teilte die Armee am Freitag mit. Nach Darstellung der Armee ist nicht eindeutig, von wo der tödliche Schuss kam.

Die Journalistin vom TV-Sender Al-Dschasira war im Mai während eines israelischen Militäreinsatzes in Dschenin im nördlichen Westjordanland ums Leben gekommen.

Die Armee berichtete später, im Vorfeld habe es heftige Feuergefechten mit militanten Palästinensern in Dschenin gegeben. Der Tod der Frau hatte international für Bestürzung gesorgt. Der palästinensische Generalstaatsanwalt machte Israel verantwortlich und warf den Soldaten vor, die Journalistin gezielt getötet zu haben.

Israelische Armee bietet Untersuchung an

Die Armee bot den Palästinensern nun erneut an, den Fall gemeinsam zu untersuchen. Die Palästinenserführung hatte dies zuvor abgelehnt.

Die Armee bedaure es, wenn Unbeteiligte bei Schusswechseln oder Kampfhandlungen zu Schaden kommen, hiess es in der Erklärung weiter. Die israelischen Soldaten achteten sehr darauf, die Pressefreiheit zu gewährleisten.

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