Bereits den zweiten Tag in Folge wurde ein Warenübergang zum Gazastreifen beschossen. Die Lieferungen beinhalten humanitäre Hilfsgüter für Palästinenser.
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Eine Frau schwenkt die palästinensische Fahne vor dem israelischen Militär an der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Israel. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Militante Palästinenser haben einen Warenübergang zum Gazastreifen beschossen.
  • Dies, während eine Lieferung humanitärer Hilfsgüter in das Gebiet gefahren sei.
  • Es ist bereits der zweite Tag in Folge, an dem solche Lastwagen beschossen wurden.

Ein Warenübergang zum Gazastreifen ist nach israelischen Angaben den zweiten Tag in Folge von militanten Palästinensern beschossen worden.

Drei Mörsergranaten seien in das Gebiet von Kerem Schalom geschossen worden, teilte die zuständige israelische Cogat-Behörde am Mittwoch mit. Dies, während eine Lieferung humanitärer Hilfsgüter in das Palästinensergebiet gefahren sei. Daraufhin seien Warnsirenen aktiviert worden. «Es wurde beschlossen, die Einfuhr der Güter bis auf weiteres zu stoppen.»

Teil der Lieferung aus Jordanien sei medizinische Ausrüstung für ein jordanisches Krankenhaus im Gazastreifen gewesen, hiess es in der Mitteilung. Sie wurde mit mehreren Lastwagen transportiert.

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Palästinenser warten auf eine Lastwagen-Lieferung über die Grenze in den Gaza-Streifen. - Keystone

Es sei das zweite Mal binnen 24 Stunden, dass die Hamas «auf Transporte mit humanitären und medizinischen Hilfsgütern» schiesse.

Bereits am Dienstag waren zwei Grenzübergänge zum Gazastreifen nach ihrer vorübergehenden Öffnung unter Beschuss durch militante Palästinenser geraten. In der Nähe des Erez-Übergangs für Personen wurde nach Angaben der israelischen Armee ein Soldat leicht bei Mörsergranatenbeschuss verletzt. Die Hamas äusserte sich nicht zu den Berichten über den Beschuss.

Zehntausende Menschen zur Flucht gezwungen

Seit Beginn einer neuen Eskalation vor neun Tagen haben militante Palästinenser im Gazastreifen über 3700 Raketen auf israelische Ortschaften abgefeuert. Israels Luftwaffe beschoss daraufhin nach Militärangaben rund 1000 Ziele im Gazastreifen.

Die zwei Millionen Menschen im Gazastreifen haben unter der neuen Eskalation der Gewalt stark zu leiden. Zehntausende mussten bereits ihre Häuser verlassen und in UN-Schulen Zuflucht suchen, viele Menschen wurden obdachlos. Auch in israelischen Ortschaften und Städten hat der Raketenbeschuss durch militante Palästinenser schwere Schäden verursacht.

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