Haft

    US-Studentin aus Dubai-Gefängnis entlassen

    Grosse Erleichterung bei der in Dubai verhafteten US-Studentin: Nach Monaten der Ungewissheit darf die im Juli festgenommene 21-Jährige zurück nach Hause.

    Dubai
    Elizabeth Polanco De Los Santos muss für ein Jahr ins Dubai-Gefängnis. - Detained in Dubai

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Fall einer in Dubai verhafteten US-Studentin sorgte kürzlich für Aufsehen.
    • Wegen einer Beamten-Berührung wurde sie zu einem Jahr Gefängnis verurteilt.
    • Jetzt ist die 21-Jährige aber schon deutlich früher wieder frei.

    Der Schock bei Elizabeth Polanco De Los Santos sass tief: Im Juli wurde die US-amerikanische Studentin in Dubai am Flughafen festgenommen, weil sie eine Zollbeamtin berührte. Anschliessend wurde sie zu einem Jahr Haft verurteilt!

    Doch das «Jahr» ging schneller vorbei als gedacht. Wie mehrere Medien unter Berufung auf die Organisation «Detained in Dubai» berichten, ist sie jetzt wieder frei. Schon am späten Dienstagabend wurde sie demnach zurück in die Vereinigten Staaten geschickt.

    Waren Sie schon einmal in Dubai?

    Dennoch resultiert für die Studentin eine saftige Rechnung. Bereits direkt nach dem Vorfall am Flughafen zahlte sie eine Geldstrafe. In den Monaten bis zu ihrer jetzigen Freilassung zahlte sie rund 50'000 Dollar (rund 46'000 Franken) für Unterkunft und Anwaltskosten.

    Studentin wollte Freundin rufen – und berührte Beamtin

    Zur Berührung kam es, weil Elizabeth bei einer Sicherheitskontrolle gezwungen wurde, eine medizinische Stütze auszuziehen. Dafür wurde sie in einen separaten Raum gebracht.

    Sie konnte das Korsett dann anschliessend nicht mehr selbst anziehen. «Ich habe mich unwohl gefühlt und hatte Angst», wird die Studentin von «Detained in Dubai» zitiert. Deshalb versuchte sie ihre Freundin, mit der sie unterwegs war, zu rufen. Dabei schob sie die Beamtin, die Elizabeth ausgelacht haben soll, leicht zur Seite, weil diese im Blickfeld der Freundin stand.

    Die US-Studentin und ihre Begleiterin waren nur für einen Zwischenstopp in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Sie wollten von Istanbul zurück in die USA reisen. Ihr Aufenthalt in Dubai wurde dann unfreiwillig etwas länger. International löste das Vorgehen der Behörden viel Kritik aus.

    Die Organisation «Detained in Dubai», die sich für gefangene Ausländer einsetzt, warnt vor Reisen in die arabische Stadt. Es sei ein gefährlicher Ort für einen Besuch, wie das Beispiel von Elizabeth zeige. In den Vereinigten Arabischen Emiraten kommt es immer wieder zu ähnlichen Zwischenfällen.

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