US-Militär setzt drei iranische Öltanker ausser Gefecht
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben im Persischen Golf und im Golf von Oman drei iranische Öltanker ausser Gefecht gesetzt. Wie das zuständige US-Regionalkommando Centcom weiter mitteilte, reagierte es damit auf einen Angriff der iranischen Revolutionsgarden mit ballistischen Raketen auf zwei US-Kriegsschiffe, die in den Gewässern patrouillierten.

Ein US-Flugzeugträger und ein Lenkwaffenzerstörer hätten mehreren unprovozierten iranischen Angriffen erfolgreich ausweichen können, hiess es weiter. Es gab demnach keine Verletzten unter den amerikanischen Besatzungsmitgliedern.
Die drei iranischen Rohöltanker gehören nach Angaben des US-Militärs zu einem milliardenschweren Schattennetzwerk, das die Revolutionsgarden und deren regionale Stellvertreter finanziert. Der Iran verfüge über keinerlei Mittel, um sie zu verteidigen, hiess es.
Die Botschaft an die Revolutionsgarden ist laut Centcom-Kommandeur, Admiral Brad Cooper, klar: «Wenn ihr auf zwei unserer Schiffe schiesst, werden wir euch noch höhere wirtschaftliche Kosten auferlegen – indem wir drei eurer Schiffe ausschalten.» Die US-Streitkräfte seien bereit, die zahlenmässig begrenzte und ungeschützte Ölflotte des Irans zu zerstören.
Iranische Medien hatten zuvor von Explosionen in der Nähe der strategisch wichtigen Insel Kharg im Persischen Golf berichtet. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Tasnim sollen vier US-Raketen einen iranischen Öltanker rund elf Kilometer vor der Küste der Insel getroffen haben. Demnach gab es keine Opfer, die Besatzung evakuierte das Schiff.
Kharg ist der wichtigste Umschlagplatz für iranische Rohölexporte. Berichten zufolge werden dort mehr als 90 Prozent der iranischen Exporte abgewickelt.






