Ukraine Krieg

    Ukraine-Krieg: Zustimmung in Russland nimmt ab

    Kira Schilter
    Kira Schilter

    Russland,

    Die russische Bevölkerung drückt ihre Meinung zum Ukraine-Krieg kaum öffentlich aus. Eine Umfrage zeigt jedoch, dass sie das Geschehen keineswegs kaltlässt.

    Ukraine-krieg
    Die Bevölkerung Russlands wird kriegsmüde: Knapp die Hälfte wünschen sich die Einleitung eines Friedensabkommens. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Es ist schwierig einzuschätzen, wie die Stimmung in Russland ist.
    • Die Bevölkerung geht aus Angst vor der Regierung diskret mit ihren Meinungen um.
    • Ein Umfrageinstitut hat trotzdem eine Befragung durchgeführt. Die Hälfte will Frieden.

    Es ist schwierig, die Stimmung in Russland zu deuten. Steht die Bevölkerung hinter der Regierung Putins? Wie steht sie zum Ukraine-Krieg? Die Menschen sprechen ihre Meinungen aus Angst vor Konsequenzen nicht öffentlich aus.

    Umfragen zur eigenen politischen Einstellung sind in Russland dementsprechend unbeliebt, berichtet die «Neue Zürcher Zeitung» (NZZ): Von 100 angerufenen Personen geben nur fünf Auskunft – der Rest verweigert eine Aussage. Ob das Resultat also repräsentativ ist, lässt sich anzweifeln.

    Russische Bevölkerung in vier Kategorien unterteilt

    Das Umfrageinstitut «Russian Field» versucht es trotzdem. Pro Umfrage werden ungefähr 1600 Personen befragt. Die Stichprobe sei nach Geschlecht, Alter und föderalem Bezirk repräsentativ für das Land, steht auf der Webseite des Instituts.

    «Russian Field» teilt die Bevölkerung nach mehreren Umfragen zum Thema Ukraine-Krieg in vier Kategorien ein: die «Tauben», die «Falken», die «Loyalisten» und «Unentschlossene». Letztere machen etwa 13 Prozent der Bevölkerung aus und haben keine klare Meinung zu den Geschehnissen.

    Die Tauben sind die «Befürworter eines Übergangs zu Friedensverhandlungen», wie das Institut auf seiner Webseite schreibt. Diese Gruppe macht 48 Prozent der Bevölkerung aus.

    Die Falken sprechen sich für eine Fortsetzung der «Militäroperation» aus. 19 bis 20 Prozent der Russinnen und Russen gehören dieser Kategorie an.

    Die Loyalisten sind ebenfalls mit 19 bis 20 Prozent vertreten. Sie würden Putins Ukraine-Invasion ebenfalls nicht abbrechen wollen. Würde der Präsident sich allerdings (hypothetisch) für ein Friedensabkommen entscheiden, würden die Loyalisten ihn dabei unterstützen.

    Ukraine-Krieg: Frauen wollen mehrheitlich Frieden

    Interessant ist, dass die Mehrheit der befragten Frauen den Tauben angehört. Die männlichen Befragten teilen sich zwischen den drei Kategorien ungefähr gleichmässig auf. Die Falken sind die mit Abstand älteste Gruppe: 40 Prozent der Zugehörigen sind über 60 Jahre alt.

    Haben Sie schon einmal bei einer Telefon-Umfrage mitgemacht?

    Beide, die Falken und die Loyalisten, sagen, dass ihr Umfeld hauptsächlich von Militäreinsatz-Befürworterinnen und -Befürworter geprägt sei. Bei den Tauben und Unentschlossenen sind mehr als die Hälfte des Umfeldes gegen den Ukraine-Krieg. Das Institut interpretiert dies folgendermassen: Selbst wenn viele Russinnen und Russen eine Antwort verweigern, besitzen die meisten doch eine klare Meinung.

    Kommentare

    Weiterlesen

    Wladimir Putin
    60 Interaktionen
    Pressekonferenz
    russland frauen Ukraine krieg
    53 Interaktionen
    Russinnen klagen
    Wladimir Putin
    35 Interaktionen
    Krieg und Wahlen
    Leapmotor B03X
    194 Interaktionen
    Nur 23’900 Franken

    MEHR IN NEWS

    1 Interaktionen
    Affäre zugegeben
    1 Interaktionen
    Buenos Aires
    Trump
    203 Interaktionen
    Nach Wahlen
    Wein
    14 Interaktionen
    Konsum ankurbeln

    MEHR UKRAINE KRIEG

    Schutzstatus S
    367 Interaktionen
    Auch Minderjährigen
    Ukraine Krieg
    Ukraine-Krieg
    Donald Trump
    3 Interaktionen
    Ukraine-Krieg
    Giorgia Meloni
    14 Interaktionen
    Rom

    MEHR AUS RUSSLAND

    Wladimir Putin
    108 Interaktionen
    Ärger für Putin
    Peskow Putin ukraine
    35 Interaktionen
    Zur Ukraine
    cannabis
    14 Interaktionen
    Studie
    14 Interaktionen
    Moskau