Eine Quelle in Russland behauptet während dem Ukraine-Krieg, dass Wladimir Putin wegen seinen angeblichen Krankheiten bereits nicht mehr den Kreml kontrolliert.
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Wladimir Putin hatte am 24. Februar den Einmarsch in die Ukraine befohlen. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Letzte Woche gezeigte Auftritte von Wladimir Putin sollen aufgezeichnet gewesen sein.
  • Das behauptet ein Kanal, der über ausgezeichnete Kreml-Insider-Infos verfügen soll.
  • Demnach soll der Putin-Vertraute Patruschew bereits das Zepter im Kreml übernommen haben.
  • Als Grund wird der schwächelnde Gesundheitszustand von Putin angegeben.

Die Spekulationen um die Gesundheit von Wladimir Putin während dem Ukraine-Krieg nehmen nicht ab. Jetzt berichtet die «Daily Mail», dass öffentliche Auftritte des Kreml-Chefs von letzter Woche sogar «inszeniert» gewesen seien. Damit sollte seine Abwesenheit vom Dienst verschleiert werden, schreibt die britische Klatschseite und beruft sich dabei auf Oppositionsquellen. Demnach soll sogar altes Filmmaterial bei Videoauftritten verwendet worden sein.

Es heisst weiter, dass Nikolai Patruschew – ein ehemaliger FSB-Chef – virtuell die Kontrolle über den Kreml haben soll. Der enge Putin-Vertraute sei der Empfänger der Informationen auf höchster Ebene, die normalerweise an den Kreml-Chef gehen würden.

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Nikolai Patruschew bei einer Militärparade in Moskau. Russlands Sicherheitsratschef soll die Kontrolle über den Kreml übernommen haben. - Keystone

Bei der Oppositionsquelle handelt es sich laut der «Daily Mail» um den «General SVR Telegram Kanal». Der Kanal will über ausgezeichnete Kreml-Insider-Informationen verfügen. So wurde zuvor etwa auch behauptet, Putin sei von Ärzten angewiesen worden, sich einer Krebs-Operation zu unterziehen. Und in diesem Zusammenhang war auch schon sein vorübergehendes Verschwinden trotz laufendem Ukraine-Krieg vorhergesagt.

Ukraine-Krieg: Putin-Auftritte sollen aufgezeichnet gewesen sein

Seine neuerliche Abwesenheit «seit Dienstag» kann nicht überprüft werden. Der Kanal ist aber überzeugt, dass die persönlichen Treffen mit Firmenchefs am Mittwoch und Donnerstag früher stattgefunden haben. Sie seien demnach aufgezeichnet worden, um den Eindruck zu erwecken, Putin sei weiterhin aktiv.

Ob der virtuelle Auftritt beim Sicherheitsrat am Freitag ebenfalls als «inszeniert» angesehen wird, ist unklar. Im Beitrag wird auch nicht erwähnt, was der Grund für die neuerliche angebliche «Abwesenheit» gewesen sein könnte.

Glauben Sie, dass Putin wirklich krank ist?

Der Kanal behauptet weiter, dass derzeit einzig Berater Nikolai Patruschew mit Putin in Verbindung stehe. «Mal schauen, wie lange das dauert, aber die Situation wird angespannt», heisst es in dem Bericht. Die Eliten würden Patruschew nicht als Person wahrnehmen, der den gegenwärtigen Status quo garantiere.

«Jeder ist sich bewusst, dass sich die Situation radikal ändern wird, wenn Putin plötzlich oder schrittweise in den Ruhestand geht. Er ist krank und hat unheilbare Krankheiten, wie Krebs, Parkinson und eine schizoaffektive Störung.»

Ukraine-Krieg: «Viele Leute denken, dass Putin sterben wird»

Es sei klar, dass der russische Führer die «fortschrittlichste und innovativste Behandlung» erhalte, heisst es weiter. Er habe so die Fähigkeit, sein Leben zu verlängern, «daran besteht kein Zweifel». Sein Zustand könne sich aber auch jederzeit verschlechtern, heisst es weiter.

Ob und wann, sei zwar unklar, aber: «Es herrscht ein allgemeines Gefühl, auch unter den behandelnden Ärzten, dass alles nicht sehr lange dauern wird. Viele Leute denken, dass Putin sterben wird und sich etwas radikal ändern wird.»

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Die grosse Frage im Ukraine-Krieg: Wie steht es um den Gesundheitszustand von Kreml-Chef Wladimir Putin? - Keystone

Es gebe Leute in der Regierung, so der Kanal, die bereits seien, Versuche für eine Fortsetzung der Putin-Politik zu «sabotieren». Der Sieg der Ukraine im Krieg würde diesen Prozess auslösen, heisst es. Diese Behauptung steht in Zusammenhang mit der Annahme, dass Putin wegen seiner Gesundheit zu einem Rücktritt gezwungen wäre.

«Es gibt Menschen in Machtpositionen, die bereit sind, grossen Veränderungen zu helfen», schreibt der Kanal. Dies könnte etwa die Freilassung von «politischen Gefangenen» wie Putin-Feind Alexej Nawalny beinhaltet.

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