Türkei impft in sieben Tagen eine Million Menschen mit CoronaVac

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    Nicht nur Präsident Erdogan, auch über eine Million weitere Türken haben den Impfstoff des chinesischen Herstellers bereits verabreicht bekommen.

    Impfung
    Recep Tayyip Erdogan, Präsident der Türkei, erhält eine Impfung mit dem Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinovac. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Türkei hat bereits über eine Million Menschen geimpft.
    • Der SinoVac-Impfstoff wurde erst vor einer Woche zugelassen.
    • Auch Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Spritze bereits erhalten.

    Die Türkei hat innerhalb von sieben Tagen mehr als eine Million Menschen gegen Corona geimpft. Am Mittwoch wurde die Marke überschritten, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums hervorging.

    Die Türkei hatte am vergangenen Donnerstag mit Massenimpfungen mit dem Impfstoff des chinesischen Herstellers «SinoVac» begonnen. An diesem Tag liess sich auch Präsident Recep Tayyip Erdogan impfen. Gesundheitsminister Fahrettin Koca hatte sich sogar schon einen Tag vor dem offiziellen Start der Kampagne eine Spritze geben lassen.

    Ärztevereinigung kritisiert Erdogan-Regierung

    Die Türkei hatte Ende Dezember drei Millionen Dosen des chinesischen Impfstoffs erhalten. Das Land mit rund 83 Millionen Einwohnern hat seit März rund 2,3 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus. Hinzu kommen rund 24'000 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus.

    Am Dienstag wurden 6818 Neuinfektionen gemeldet. Noch im Dezember hatte die tägliche Zahl der Neuinfektionen bei rund 30'000 gelegen.

    sinovac impfung
    Der chinesische Hersteller Sinovac hat seinen Impfstoff bereits im Dezember in die Türkei geliefert. (Symbolbild) - Keystone

    Die Türkische Ärztevereinigung (TTB) wirft der Regierung mangelnde Transparenz vor. Nach eigenen Erhebungen sei die Zahl der Ansteckungen und der Todesfälle etwa doppelt so hoch wie offiziell angegeben. Dies sagte TTB-Chefin Sebnem Korur Fincanci.

    Es gebe aber einen «ernsthaften Rückgang» der Fallzahlen. Das ist ihrer Einschätzung nach vor allem auf Massnahmen wie etwa Ausgangsbeschränkungen zurückzuführen. Es dürfe aber keine Entwarnung geben, mahnte sie.

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