Tschetschenien-Diktator Ramsan Kadyrow soll im Sterben liegen
Ramsan Kadyrow kämpft scheinbar in einem Privatspital um sein Leben. Der Tschetschenien-Diktator sei wegen Nierenversagens an ein Dialysegerät angeschlossen.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Diktator von Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, scheint nicht mehr lange zu leben.
- Der ukrainische Geheimdienst berichtet, Kadyrow sei an ein Dialysegerät angeschlossen.
- Die Suche nach einem Nachfolger laufe auf Hochtouren, auch Kadyrows Sohn komme in Frage.
Putins Bluthund, Ramsan Kadyrow, soll im Sterben liegen.
Das geht aus Quellen in der Hauptnachrichtendirektion des Verteidigungsministeriums der Ukraine der Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine hervor.
Aufgrund eines Nierenversagens befinde sich der Diktator Tschetscheniens aktuell in einem Privatspital. Die Lage sei so ernst, dass Familienmitglieder des 49-Jährigen anreisen, um ihn noch einmal zu besuchen.
Laut dem ukrainischen Geheimdienst ist Kadyrow an ein Dialysegerät, das sein Blut reinigt, angeschlossen.
Putins Soldat – so bezeichnet sich Ramsan Kadyrow, der Tschetschenien mit kalter Hand führt. Sein Regierungsstil: Brutalität, Unterdrückungen, Folter und Exekutionen.
Die autonome Republik Tschetschenien gehört offiziell zur Russischen Föderation. Kadyrow habe gemäss dem Politikforscher Alexej Malaschenko einen grösseren Handlungsspielraum als jeder andere russische Regionalpolitiker, schrieb die Zeitung Wedemosti 2024.
Dem Diktator wurde laut Malaschenko das Recht eingeräumt, in der Republik nach eigenem Ermessen zu handeln. Dies sei nur dank seiner absoluten Loyalität gegenüber Wladimir Putin möglich.
Wie weiter?
Die Lage für Ramsan Kadyrow scheint aussichtslos. Deshalb soll der Kreml schon dringend auf der Suche nach einem Nachfolger sein. Mögliche Kandidaten seien Magomed Daudow, Apti Alaudinow und Ramsans ältester Sohn, Achmat Kadyrow.
Der tschetschenische Premierminister Magomed Daudow (45) zählt zu den einflussreichsten Persönlichkeiten in Tschetschenien. Er stammt aus dem engsten Kreis Kadyrows.
Der russische Generalmajor Apti Aronowitsch Alaudinow (52) steht aufgrund zahlreicher Menschenrechtsverletzungen auf der Sanktionsliste des amerikanischen Kongresses. Seine Spezialeinheit der russischen Nationalgarde beging in der Ukraine schwere Verbrechen.
Auch Achmat Kadyrow (20), der Sohn des aktuellen Diktators, könnte die Nachfolge seines Vaters antreten. Er ist stellvertretender Vorsitzender der Republikregierung und hält das Amt des Sportministers inne.

















