Tizian-Ausstellung über die Bedeutung der Landschaft in seinem Werk
Tizian gilt als wegweisend für die Landschaftsmalerei. «Tiziano e il Paesaggio» (Tiziano und die Landschaft) heisst denn auch eine Ausstellung in seiner norditalienischen Heimatstadt Pieve di Cadore die bis 18. Oktober zu sehen ist. Anlass ist der 450. Todestag des Renaissance-Malers.

Die Ausstellung untersucht, wie Tizian die Darstellung der Natur in der venezianischen und europäischen Kunst nachhaltig veränderte. Zu den Highlights gehören drei aussergewöhnlich Leihwerke: «Die Taufe Christi» (1511-1512) aus den Kapitolinischen Museen in Rom, «Orpheus und Eurydike» (um 1515) aus der Accademia Carrara in Bergamo sowie «Johannes der Täufer» (1540-1542) aus den Gallerie dell'Accademia in Venedig.
Ergänzt wird die Schau durch mehr als 30 Zeichnungen und Holzschnitte von Tizian und anderen bedeutenden Künstlern, die von seiner Landschaftsauffassung beeinflusst wurden oder neue Impulse für die Darstellung der Natur gaben. Zu sehen sind unter anderem Arbeiten von Albrecht Dürer, Lucas Cranach der Ältere, Rembrandt van Rijn, Antoine Watteau und Marco Ricci.
Die Ausstellung knüpft an ein mehrjähriges Projekt in Tizians Geburtsstadt an, das die künstlerische Bedeutung des Malers im europäischen Kontext beleuchtet.
Tizian, der um 1488/1490 in Pieve di Cadore in der Provinz Belluno geboren wurde und 1576 in Venedig starb, wurde bereits zu Lebzeiten für seine Landschaftsdarstellungen bewundert.
Parallel zur Hauptausstellung zeigt die «Casa Natale di Tiziano», das kürzlich restaurierte Geburtshaus des Malers, die Schau «Paesaggi cadorini negli acquerelli di Josiah Gilbert». Sie präsentiert die Landschaften des Cadore aus der Sicht des britischen Schriftstellers, Malers und Reisenden Josiah Gilbert, der im 19. Jahrhundert auf den Spuren von Tizian durch die Region reiste. Die Ausstellungen sind Teil der Gedenkveranstaltungen anlässlich des 450. Todestages des Künstlers am 27. August.










