Thailand verschärft Kontrollen für ausländische Besucher
Thailand verschärft seine Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen. Hintergrund sind Sicherheitsbedenken und der Kampf gegen Missbrauch bestehender Regelungen.

Thailand verfolgt gegenüber ausländischen Besuchern und Langzeitaufenthalten einen deutlich strengeren Kurs als bisher. Im Mittelpunkt stehen Verstösse gegen Aufenthaltsbestimmungen, illegale Beschäftigung und Verbindungen zu kriminellen Netzwerken.
Zudem geraten in Thailand Firmenkonstruktionen verstärkt ins Visier, mit denen bestehende Eigentums- und Geschäftsvorschriften umgangen werden sollen. Auch missbräuchlich genutzte Bildungsvisa und andere Formen des Visamissbrauchs werden genauer überprüft.
Nach Angaben von «ThailandSun» setzt die Regierung zunehmend auf Sicherheit, Kontrolle und die konsequente Durchsetzung bestehender Regeln. Die Strategie «No Entry, No Stay, No Escape» bildet dabei den politischen Rahmen für die Massnahmen.
Thailand baut Kontrollen aus
Seit Jahresbeginn wurden bereits Zehntausende Ausländer an der Einreise gehindert oder an den Grenzen zurückgewiesen. Gleichzeitig nahmen die Behörden zahlreiche Personen wegen Verstössen gegen Einwanderungsbestimmungen und verwandter Delikte fest.
Eine wichtige Rolle spielt dabei ein digitales Kontrollsystem, das Passagierdaten bereits vor dem Abflug überprüft. Verdächtige Personen können dadurch frühzeitig erkannt und gegebenenfalls noch vor Reiseantritt gestoppt werden.
Wie «Focus» berichtet, umfasst die thailändische Sperrliste inzwischen mehr als 169'000 Einträge mit unterschiedlichen Risikoprofilen. Darunter befinden sich frühere Straftäter sowie Personen, gegen die nationale oder internationale Fahndungen bestehen.
Folgen für Reisende
Thailand könnte die visafreie Aufenthaltsdauer für viele ausländische Besucher künftig wieder deutlich verkürzen. Statt 60 Tagen wären dann nur noch 30 Tage Aufenthalt ohne vorherige Beantragung eines Visums möglich.
Von den geplanten Änderungen betroffen wären auch Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Vor allem längere Aufenthalte, Rundreisen und sogenannte Workations würden dadurch aufwendiger planbar werden.

«CHIP» zufolge sollten Urlauber ihre Einreisevoraussetzungen und Visabestimmungen bereits vor der Abreise sorgfältig prüfen. Ein konkreter Termin für die geplanten Änderungen wurde von den Behörden bislang noch nicht bekannt gegeben.












