Prinzessin Haja hat sich vom Emir von Dubai scheiden lassen. Der Scheich muss nun rund eine halbe Milliarde Pfund an seine Ex-Frau und die beiden Kinder zahlen.
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Prinzessin Haja flüchtete 2019 nach Grossbritannien. - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Emir von Dubai muss seiner Ex-Frau rund eine halbe Milliarde Pfund bezahlen.
  • Das Geld geht an die geschiedene Prinzessin Haja und die beiden gemeinsamen Töchter.
  • Die drei Frauen lösten sich aus dem gefährlichen Griff des Scheichs.

Teure Scheidung von Scheich Muhammad bin Raschid Al Maktum (72), der berüchtigte Emir von Dubai!

Ein Gericht in London hat entschieden, dass er seiner Ex-Frau Prinzessin Haja (47) umgerechnet 609 Millionen Franken zahlen muss.

Prinzessin Haya bint al-Hussein
Prinzessin Haya (mittlerweile selbst geflüchtet) und ihr Ex-Mann Scheich Mohammed bin Raschid Al Maktum 2017 an einem Event in Dubai.
UN-Menschenrechtsbüro
Der emiratische Ministerpräsident und Emir von Dubai, Mohammed bin Raschid al-Maktum.

Die Rechnung setzt sich je zur Hälfte aus Zahlungen an die 47-Jährige und die beiden gemeinsamen minderjährigen Kinder zusammen. Die höchste Summe, die je in einem britischen Scheidungsprozess verhängt wurde!

Prinzessin Haja floh nach London

Prinzessin Haja war 2019 nach London geflohen. Sie wollte sich dem Zugriff des Emirs entziehen, der auch Ministerpräsident der Vereinigten Arabischen Emirate ist. Sie gab an, mit dem Tod bedroht worden zu sein.

Auch, weil sie Sorge um zwei erwachsene Töchter des Emirs geäussert hatte. Diese hatten vergeblich versucht, dem Einfluss ihres Vaters zu entkommen.

Im vergangenen Jahr hatte ein Gericht in London festgestellt, dass der Scheich die Entführung der beiden Schwestern angeordnet hatte. Prinzessin Schamsa wurde im Jahr 2000 aus Cambridge nach Dubai verschleppt, nachdem sie versucht hatte, sich abzusetzen.

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Scheicha Latifa (l.) im Dezember 2018 in Dubai - AFP

Ihre jüngere Schwester Latifa wurde 2018 nach eigener Aussage bei einem Fluchtversuch gestoppt und gewaltsam zurück nach Dubai gebracht. Zuletzt hatten Urlaubsfotos Spekulationen genährt, dass Latifa mittlerweile mehr Freiheiten geniesst.

Der Scheich hatte die Vorwürfe stets abgestritten. Zuletzt stellte jedoch ein Gericht im Oktober fest: Er hat das Handy seiner Ex-Frau mit der Spähsoftware Pegasus überwachen lassen.

Der Richter am High Court betonte am Dienstag in London: Die grösste Gefahr für Prinzessin Haja und ihre Kinder gehe von Scheich Mohammed aus. Sie werde ihr Leben lang Gefahren ausgesetzt sein, sei es durch ihren Ex-Mann oder durch Terroristen.

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