Jetzt nimmt der Iran diese US-Stützpunkte in EU ins Visier
Iranische Militärstrategen sollen offenbar neue Angriffspläne auf US-Stützpunkte in Europa ausgearbeitet haben.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Iran nimmt offenbar Ziele in Europa ins Visier.
- Iranische Militärstrategen sollen Angriffspläne auf amerikanische Stützpunkte in Südosteuropa ausgearbeitet haben.
- Im Fokus stehen die Luftwaffenbasis Bezmer in Bulgarien und US-Militäranlagen auf der Mittelmeerinsel Zypern.
Der Iran bereitet sich offenbar auf eine militärische Auseinandersetzung mit den USA vor. Dabei sollen auch Ziele in Europa eine Rolle spielen. Das berichtet die britische Zeitung «Financial Times» unter Berufung auf zwei ranghohe Quellen aus dem Umfeld des Regimes.
Konkret sollen iranische Militärstrategen Angriffspläne auf amerikanische Stützpunkte in Südosteuropa ausgearbeitet haben. Damit würde Teheran seinen Fokus weit über den Nahen Osten hinaus ausdehnen. Experten warnen, dass Europa im Falle eines offenen Konflikts unfreiwillig zum Schauplatz werden könnte.

Besonders im Fokus der iranischen Pläne soll die Luftwaffenbasis Bezmer in Bulgarien stehen. Die bulgarische Regierung hatte erst kürzlich die Nutzung dieser Basis durch amerikanische Tankflugzeuge genehmigt. Damit hat der Stützpunkt strategisch an Bedeutung gewonnen.
Auch US-Militäranlagen auf der Mittelmeerinsel Zypern sollen als potenzielle Ziele gelten. Durch Angriffe dort könnte der Iran amerikanische Operationen im östlichen Mittelmeer behindern. Zusätzlich sollen strategische Kommunikations- und Radaranlagen der US-Streitkräfte in Südosteuropa auf der iranischen Liste stehen.
Iran soll auch digitale Infrastruktur ins Visier nehmen
Die Drohungen gegenüber Washington sollen damit deutlich ausgebaut werden. Teheran will zeigen, dass ein amerikanischer Angriff auf den Iran weitreichende Konsequenzen hätte. Eine militärische Konfrontation gilt im Iran laut den Berichten nicht mehr als hypothetisches Szenario.
Die iranischen Pläne sollen sich nicht auf konventionelle Raketenangriffe beschränken. Laut dem Bericht der «Financial Times» haben iranische Strategen auch die Verwundbarkeit der globalen digitalen Infrastruktur analysiert. Dabei steht ebenfalls die Strasse von Hormus im Mittelpunkt.
Am Meeresgrund der Strasse verlaufen internationale Untersee-Datenkabel. Diese Kabel sind für den weltweiten Datenverkehr entscheidend. Eine gezielte Sabotage, also eine absichtliche Beschädigung, könnte das Internet in weiten Teilen Europas und Asiens lahmlegen.
Trump erhöht den Druck auf den Iran
Hintergrund der iranischen Planungen ist die harte Haltung von US-Präsident Donald Trump. Er hatte zuletzt angedroht, bei weiteren Störungen des Schiffsverkehrs in der Strasse von Hormus hart einzugreifen.
Die Strasse von Hormus ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Über sie wird ein grosser Teil des globalen Ölhandels abgewickelt.

Trump hatte unter anderem mit gezielten Luftangriffen auf iranische Infrastruktur gedroht. Dabei sollen Brücken und Kraftwerke als mögliche Ziele genannt worden sein. Trump betonte zudem, dass derzeit keine Gespräche mit dem Iran geplant seien.
Die Blockade der diplomatischen Kanäle verschärft die Lage zusätzlich. Da keine Verhandlungen stattfinden, steigt die Gefahr einer unkontrollierten Eskalation täglich. Teheran sucht daher nach Wegen, die Abschreckung gegenüber Washington zu erhöhen.
















