Taiwan hält erneut Militärübung gegen China ab

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    Die Lage in Taiwan bleibt angespannt. Die Insel hat nun erneut eine Militärübung abgehalten, um sich für einen möglichen chinesischen Angriff zu rüsten.

    Taiwanische Artillerie-Geschütze
    Taiwanische Artillerie-Geschütze - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • China hat die Militärübungen um Taiwan abgeschlossen.
    • Dennoch probt die Insel weiterhin die Abwehr eines Angriffs.
    • An der Übung am Donnerstag nahmen hunderte Soldaten teil.

    Taiwan hat inmitten der massiven Spannungen mit China erneut eine Militärübung zur Abwehr eines möglichen Angriffs abgehalten.

    China
    Chinesisches Kampfflugzeug. - AFP/Archiv

    Wie bereits am Dienstag wurden dabei am Donnerstag in Taiwans südlichstem Landkreis Pingtung scharfe Artillerie-Munition und Leuchtraketen abgefeuert, wie ein Armeesprecher der Nachrichtenagentur AFP sagte. Die Übung dauerte rund eine Stunde. Wie bereits am Dienstag nahmen hunderte Soldaten daran teil.

    China hatte vergangene Woche nach einem Taiwan-Besuch der US-Spitzenpolitikerin Nancy Pelosi die grössten Militärmanöver seiner Geschichte in den Gewässern rund um Taiwan begonnen. Die chinesische Armee hat inzwischen angedeutet, dass die Manöver beendet wurden. Sie erklärte am Mittwoch, sie habe in der Taiwanstrasse zwischen China und Taiwan «erfolgreich verschiedene Aufgaben erfüllt». Die Streitkräfte würden aber «weiterhin militärische Übungen abhalten und sich für einen Krieg vorbereiten».

    Nancy Pelosi rechtfertigt Besuch in Taiwan

    Pelosi verteidigte derweil ihren Taiwan-Besuch, nachdem ihr Kritiker vorgeworfen hatten, die Spannungen in der Region weiter angeheizt zu haben. Sie sei «sehr stolz» auf ihre Delegation, sagte die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses und Parteifreundin von Präsident Joe Biden in Washington. China habe ihren Besuch als «Vorwand» für Militärübungen genutzt. «Wir werden nicht zulassen, dass China Taiwan isoliert», sagte Pelosi.

    Pelosi Taiwan
    Nancy Pelosi (l.) und Tsai Ing-wen (r.) an der gemeinsamen Pressekonferenz. - keystone

    Seit der Spaltung zwischen China und Taiwan im Jahr 1949 betrachtet Peking die Insel als abtrünniges Gebiet, das es wieder mit dem Festland vereinigen will – notfalls mit militärischer Gewalt.

    Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat Befürchtungen wachsen lassen, Peking könnte im Umgang mit Taiwan auf ein ähnliches Vorgehen setzen.

    China will separatistische Aktivitäten stoppen

    Für weitere Spannungen sorgte am Mittwoch ein neues Grundsatzpapier, in dem die chinesische Regierung bekräftigt, dass sie ihren Anspruch auf Taiwan gegebenenfalls gewaltsam durchsetzen will.

    Xi Jinping
    Es ist das erste Mal, dass Xi Jinping, Präsident von China, nicht am Brics-Gipfel teilnimmt – jedoch nicht das erste Mal, dass er ein grosses Gipfeltreffen ausfallen lässt. (Archivbild) - dpa

    China werde «keinerlei Raum für separatistische Aktivitäten jeglicher Art lassen», heisst es in einem Weissbuch, welches vom Büro für Taiwan-Angelegenheiten in Peking veröffentlicht wurde.

    Die chinesische Regierung sei «bereit, grossen Raum für eine friedliche Wiedervereinigung zu schaffen», heisst es in dem Weissbuch weiter. Sie werde aber «nicht der Anwendung von Gewalt abschwören» und behalte sich vor, «alle notwendigen Massnahmen zu ergreifen».

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