Südafrika: Frauen am Kap formieren sich gegen Gewalt

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    Südafrikanerinnen machen mobil gegen Gewalttaten an Frauen und Kindern. Auch Nelson Mandelas Enkelin unterstützt ihren Kampf - mit zum Teil drastischen Forderungen.

    Eine Frau mit dem Bild der kürzlich vergewaltigten und getöteten 19-jährigen Studentin der Universität Kapstadt, Uyinene Mrwetyana. Foto: AP
    Eine Frau mit dem Bild der kürzlich vergewaltigten und getöteten 19-jährigen Studentin der Universität Kapstadt, Uyinene Mrwetyana. Foto: AP - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • In Südafrika machen hunderttausende Frauen mobil gegen Vergewaltigungen und andere Formen der Gewalt gegen sie und ihre Kinder.

    Unter dem Motto #enoughisenough - our women and children deserve better (etwa: Genug ist genug - unsere Frauen und Kinder haben Besseres verdient) formiert sich der Widerstand, es gibt Petitionen und Demonstrationen. Eine Internet-Petition für eine Wiedereinführung der Todesstrafe bei Verbrechen an Frauen wird auch von einer Enkelin von Südafrikas erstem schwarzen Präsidenten Nelson Mandela unterstützt, Ndileka Mandela.

    Als Reaktion auf den brutalen Mord an einer 19-jährigen Studentin der Universität Kapstadt, die zuvor in einem Postamt vergewaltigt wurde, fordert sie wie viele andere eine Justizreform: «Unser Justizsystem ist so angelegt, dass es die Männer und nicht die Frauen schützt - das muss sich ändern.» In Südafrika wachsen junge Menschen oft in zerrissenen Strukturen auf. Vergewaltigungen und häusliche Gewalt sind angesichts oft patriarchaler Strukturen weit verbreitet.

    Präsident Cyril Ramaphosa hat erklärt, die jungen Frauen im Lande müssten die Chance erhalten, frei von Angst vor Gewalt ihr Leben zu meistern. Angaben zu konkreten Massnahmen machte er am späten Donnerstagabend bei der kontinentalen Version des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Kapstadt nicht.

    Nigerias Ex-Bildungsministerin Obiageli Ezekwesili sprach sich in Kapstadt für eine harte Umsetzung der Gesetze bei der Strafverfolgung der Täter aus. Auch die sozialen Bedingungen müssten sich radikal ändern: «Es ist ein globales Problem», betonte sie.

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