Suche nach Flug MH370 ohne Erfolg beendet

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    Malaysia,

    Aus und vorbei: Nach mehr als vier Jahren wird die Suche nach Flug MH370 für beendet erklärt. Die Angehörigen sind enttäuscht. Jetzt ruhen die Hoffnungen auf einem Zufallsfund - und modernerer Technik.

    Noch immer fehlt von Flug MH370 jede Spur.
    Noch immer fehlt von Flug MH370 jede Spur. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die langjährige Suche nach dem verschwundenen Malaysia-Airlines-Flug MH370 ist beendet
    • Auch der letzte Versuch, mit Tauchrobotern das Flugzeug zu finden, war ohne Erfolg.
    • Die Boeing 777 war im März 2014 plötzlich von den Radarschirmen verschwunden – seither fehlt jede Spur.

    Mehr als vier Jahre nach dem Verschwinden von Malaysia-Airlines-Flug MH370 ist auch die vorläufig letzte Suche ohne Erfolg zu Ende gegangen. Der Chef der US-Firma Ocean Infinity, Oliver Plunkett, gab am Dienstag bekannt, dass die gross angelegte private Mission mit Tauchrobotern gescheitert ist. Damit ruhen die Hoffnungen nun auf einem Zufallsfund – oder darauf, dass man mit neuer Technik eines Tages mehr Glück hat.

    Der Chef der US-Firma erklärte nach mehrmonatiger Arbeit: «Wir beenden unsere laufende Suche mit schwerem Herzen, ohne dass wir unser Ziel erreicht haben.» Das Ergebnis sei «extrem enttäuschend». Zugleich äusserte Plunkett die Hoffnung, die Arbeit irgendwann fortsetzen zu können. Ocean Infinity hatte in einem Suchgebiet von mehr als 100'000 Quadratkilometern versucht, das Wrack auf dem Meeresgrund mit Tauchrobotern ausfindig zu machen.

    Enttäuschung bei Hinterbliebenen

    Nach zweimaliger Verlängerung kündigte Malaysias Regierung jedoch an, dies von Dienstag an nicht länger zu unterstützen. Bei einem Erfolg hätte die US-Firma umgerechnet etwa 60 Millionen Euro (rund 69 Millionen Franken) bekommen sollen. Hinterbliebene der MH370-Insassen äusserten sich enttäuscht. Die staatlich finanzierte Suche war bereits Anfang 2017 mangels Aussicht auf Erfolg gestoppt worden. Malaysia will demnächst auch einen eigenen Bericht zum Stand der Ermittlungen veröffentlichen.

    Die Hinterbliebenen der MH370-Insassen wissen bis heute nicht, was genau im März 2014 passierte.
    Die Hinterbliebenen der MH370-Insassen wissen bis heute nicht, was genau im März 2014 passierte. - Keystone

    Grösstes Rätsel der Luftfahrtgeschichte

    Die Boeing 777 mit 239 Menschen an Bord war im März 2014 plötzlich von den Radarschirmen verschwunden. Vom Rumpf des Flugzeugs und den Insassen fehlt seither jede Spur. Vermutet wird, dass die Maschine in mehreren Kilometern Tiefe auf dem Grund des südlichen Indischen Ozeans liegt. Bislang wurden an verschiedenen Küsten nur zwei Dutzend Wrackteile angeschwemmt.

    Das Schicksal von Flug MH370 gilt inzwischen als eines der grössten Rätsel der Luftfahrtgeschichte. Mittlerweile gibt es auch zahlreiche Theorien, was passiert sein könnte – von einem Absturz aus Treibstoffmangel über eine Entführung bis hin zu einem Suizid des Piloten, der dabei 238 weitere Menschen umgebracht hätte. Eine schlüssige Erklärung für die gesamte Tragödie fehlt jedoch.

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