Der Sänger der irischen Rockband U2, Paul David Hewson alias Bono, hat grösstmögliche Offenheit in der Affäre um seine steuersparenden Investitionen zugesichert. Hauptproblem ist ein Einkaufszentrum in Litauen, über das Bono via Malta investiert habe, ohne jemals Steuern zu dafür zu zahlen.
Steuersünder? «Es wird nun mindestens einen Monat dauern, bis alles geklärt ist, dann können wir damit vollumfänglich an die Öffentlichkeit gehen», sagt Bono.
Steuersünder? «Es wird nun mindestens einen Monat dauern, bis alles geklärt ist, dann können wir damit vollumfänglich an die Öffentlichkeit gehen», sagt Bono. - dpa

Der Sänger der irischen Rockband U2, Paul David Hewson alias Bono, hat grösstmögliche Offenheit in der Affäre um seine steuersparenden Investitionen zugesichert. In einem Interview der «Süddeutschen Zeitung am Wochenende» sagte der 57-Jährige, der sich seit Jahrzehnten auch in sozialen Fragen engagiert: «Ich nehme diese Anschuldigungen wahnsinnig ernst. Das betrifft mich und alles, wofür ich stehe, im tiefsten Inneren.»

Sparfuchs oder Weltverbesserer?

Bono wird von Kritikern oft vorgeworfen, dass er sich gern als Weltverbesserer aufspiele. Im Kern der durch die Paradise-Papers laut gewordenen Anschuldigung, steht ein Einkaufszentrum in Litauen, in das Bono über Firmen in Malta und Guernsey Geld investiert hat. Das Shopping-Center soll aber in zehn Jahren keine Steuern auf Unternehmensgewinne gezahlt haben.

U2 zahle weltweit «enorme Steuerbeiträge»

«Es wird nun mindestens einen Monat dauern, bis alles geklärt ist, dann können wir damit vollumfänglich an die Öffentlichkeit gehen.» Tatsache sei aber auch: Seine Band, die Anfang Dezember ihr 14. Studioalbum «Songs Of Experience» veröffentlicht hat, zahle «überall auf der Welt ganz regulär enorme Beträge an Steuern, auch in Irland».

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Das Wichtigste in Kürze

  • U2-Sänger Bono hat in ein Einkaufscenter investiert, dass keine Steuern bezahlte.
  • Er nehme die Anschuldigungen sehr ernst und sei froh, werde nun untersucht, ob er etwas unlauteres getan habe.
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