Mindestens 20 Menschen sind bei Gefechten zwischen Regierungstruppen und Islamisten im ostafrikanischen Somalia getötet worden. Unter den Toten seien fünf Soldaten und zwölf Kämpfer der gegnerischen Miliz, sagte ein Kommandant der somalischen Armee am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Ein Gesundheitsbeamter sprach zudem von drei getöteten Zivilisten, darunter ein Kind.
Mogadishu
Eine Militärpatroullie sperrt eine Zufahrtsstrasse zum Präsidentenpalast in Mogadischu. (Archivbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die somalische Armee ging gemeinsam mit regionalen Sicherheitskräften in der Stadt Guriel gegen die Miliz Ahlu Suna Waljama'a vor.

Die Sufisten-Gruppierung hatte die Stadt rund 450 Kilometer nordöstlich von der Hauptstadt Mogadischu drei Wochen zuvor eingenommen - nach eigenen Angaben um gegen die Islamisten der Terrormiliz Al-Shabaab in der Region zu kämpfen.

Die Regionalregierung der Provinz Galgadud wirft der Gruppierung dagegen vor, die für kommenden Monat angesetzten Wahlen beeinflussen zu wollen. In Somalia, das seit Jahrzehnten von schweren Krisen geplagt ist, sollen im November Parlaments- und anschliessend auch Präsidentschaftswahlen stattfinden. Die Amtszeit des amtierenden Präsidenten Abdullah Farmajo war im Februar abgelaufen, die Wahlen aber aufgrund von Streit etwa um Wahlprozedere verschoben worden. Daraufhin war es zu Gewalt gekommen.

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