In vielen Städten Myanmars fanden in der Nacht zu Sonntag Demonstrationen statt. In Yangon griffen die Sicherheitskräfte rasch ein.
Militärputsch in Myanmar
20.03.2021, Myanmar, Yangon: Demonstranten stehen im Stadtteil Tarkata auf einer Strasse. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Samstag waren mindestens vier Personen bei Protesten getötet worden.
  • Trotz des gewaltsamen Vorgehens gingen die Proteste in der Nacht zum Sonntag weiter.

Die Gegner der Militärregierung in Myanmar haben in der Nacht zum Sonntag in vielen kleinen Städten des Landes trotz des gewaltsamen Vorgehens der Sicherheitskräfte Proteste bei Kerzenlicht veranstaltet.

Laut einer Auflistung in sozialen Medien fanden über Nacht fast 20 Proteste statt, von der Grossstadt Yangon bis zu kleinen Gemeinden in Kachin im Norden und der südlichsten Stadt Kawthaung.

Hunderte Demonstranten, darunter viele Mediziner in weissen Kitteln, gingen in der zweitgrössten Stadt Mandalay kurz vor Sonnenaufgang auf die Strassen. An einigen Orten gesellten sich buddhistische Mönche mit Kerzen zu den Protestierenden.

Einige Demonstranten formten den Drei-Finger-Protestgruss aus Kerzen. In Yangon griffen die Sicherheitskräfte rasch ein. «Sie benutzen Blendgranaten», schrieb ein Nutzer auf Facebook. Ein Sprecher der Militärjunta war bisher zu einer Stellungnahme nicht erreichbar. Am Samstag waren mindestens vier Personen bei Protesten getötet worden. Die Zahl der Getöteten seit dem Putsch ist damit nach Angaben von Bürgerrechtlern auf 247 gestiegen.

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