Siamesische Zwillinge sterben nach Trennungs-OP
Brasilianische Ärzte trennten siamesische Zwillinge, die am Kopf zusammengewachsen waren. Kurz nach dem Eingriff starben aber beide.

Das Wichtigste in Kürze
- In Brasilien wurden siamesische Zwillinge, die am Kopf zusammengewachsen waren, getrennt.
- Der Eingriff dauerte rund 15 Stunden, 50 Ärzte standen im Einsatz.
- Kurz nach der Trennung erlitten beide Mädchen aber einen Herzstillstand und starben.
15 Stunden lang kämpften 50 Ärzte in Brasilien um das Leben der siamesischen Zwillinge Helena und Heloísa. Doch nur kurz nach der Trennung starben die beiden zweijährigen Mädchen. Darüber berichtet «Globo».
Helena und Heloísa waren am Kopf zusammengewachsen. Sie teilten Teile des Gehirns und wichtige Blutgefässe im Kopf. Vor rund einem Jahr wurden sie zum ersten Mal operiert, es folgten weitere Eingriffe.

Nun sollten sie endgültig getrennt werden. Diese Operation war eigentlich bereits früher geplant, musste aber verschoben werden. Denn die Mädchen waren geschwächt, hatten mehrere Lungenentzündungen. Sie wurden künstlich ernährt und beatmet.
Jetzt waren die beiden Mädchen endlich stark genug, sodass die Ärzte den schwierigen Eingriff wagen konnten.
Vater dankt den Ärzten
Wie einer der Chirurgen sagt, schwankten die Blutdruckwerte während der Operation. Bei einem Mädchen war der Blutdruck zu hoch, beim anderen zu niedrig. Immer wieder musste er stabilisiert werden.
Die Trennung gelang den Ärzten. Doch nur kurz später begann sich der Zustand beider Kinder zu verschlechtern. Mit nur einem kurzen zeitlichen Abstand erlitten beide einen Herzstillstand und starben.
Der Vater der Zwillinge dankt den Ärzten für den langen Einsatz. Er sagt, er wisse, dass das Team alles Mögliche getan habe.
Siamesische Zwillinge sind sehr selten. In den meisten Fällen sterben die Kinder bei der Geburt oder kurz danach. Jährlich erreichen weltweit bloss sechs bis acht Zwillingspaare das Alter, in dem eine Trennung möglich ist.
















