Erdbeben

Schweres Erdbeben auf den Philippinen – 15 Tote und 129 Verletzte

Keystone-SDA
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Philippinen,

Auf den Philippinen hat ein schweres Erdbeben der Stärke 8.2 die Insel Mindanao erschüttert. Auch eine Tsunami-Warnung wurde zeitweise ausgegeben.

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Ein schweres Erdbeben auf den Philippinen hat die Insel Mindanao erschüttert. - afp.com

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Erdbeben der Stärke 8.2 traf die philippinische Insel Mindanao.
  • Die Behörden gaben umgehend eine Tsunami-Warnung heraus. Diese wurde wieder aufgehoben.
  • 15 Menschen kamen ums Leben, 129 wurden verletzt.

Ein schweres Erdbeben hat die südlichen Philippinen erschüttert und Tsunami-Warnungen in mehreren Ländern ausgelöst. Gebäude stürzten ein, Menschen liefen in Panik auf die Strassen.

Das Beben der Stärke 7,8 ereignete sich am Montagmorgen vor der Küste der Provinz Sarangani auf der Insel Mindanao, wie das philippinische Institut für Vulkanologie und Seismologie (Phivolcs) mitteilte.

Hast du schon einmal ein starkes Erdbeben erlebt?

Die Behörden riefen die Bewohner mehrerer Küstengebiete auf, sich umgehend in höher gelegene Regionen zu begeben. Auch im benachbarten Indonesien wurden Tsunami-Warnungen ausgegeben, speziell auf der Insel Sulawesi. Japan warnte ebenfalls vor möglichen Flutwellen an Teilen seiner Pazifikküste.

Mittlerweile konnte die Tsunami-Warnung jedoch wieder aufgehoben werden.

Nun ist klar: Mindestens 15 Menschen sind beim Erdbeben ums Leben gekommen. 129 Personen wurden verletzt. Das erklärte der Direktor des philippinischen Zivilschutzes den Medien.

«Die Schadensbewertung und die Erfassung der Opfer dauern noch an», sagte er weiter. So gebe es Berichte, dass Menschen in einer Schule eingeschlossen sind. «Aber wir haben noch keine genaue Zahl», betonte er.

Schäden an vielen Gebäuden

Die philippinische Katastrophenschutzbehörde teilte mit, Berichte über mögliche Todesopfer und Verletzte würden noch überprüft. Zudem gingen Meldungen über schwere Schäden an Schulen, Krankenhäusern, Einkaufszentren und Kirchen ein. Das Ausmass der Schäden war aber zunächst unklar.

Das Epizentrum lag südwestlich der Gemeinde Maasim in der Provinz Sarangani. Besonders stark waren die Erschütterungen in der Stadt General Santos City zu spüren. Dort wurde der Flughafen vorübergehend geschlossen.

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Eine Intensitätskarte des US Geological Survey (USGS) zeigt die Erschütterungen des Erdbebens der Stärke 7.8 südwestlich von Kablalan auf den Philippinen vom 8. Juni 2026. - Keystone

Das Beben traf die Region um 7.37 Uhr (Ortszeit) am ersten Schultag des neuen Schuljahres. An Schulen und Behörden fanden vielerorts gerade Flaggenzeremonien statt – Glück im Unglück, denn zahlreiche Schüler, Lehrkräfte und Beschäftigte hielten sich gerade im Freien auf. Der Unterricht wurde in den betroffenen Gebieten ausgesetzt, ebenso die Arbeit in vielen öffentlichen und privaten Einrichtungen.

Was sagen Augenzeugen?

Viele Menschen reagierten panisch auf die heftigen Erdstösse. «Ich dachte, es wäre mein Ende. Ich habe einfach angefangen zu beten», sagte die Provinzreporterin Noreen Ygonia lokalen Medien. «Es hat so heftig gebebt, dass ich mich kaum bewegen konnte.» Eine Bewohnerin der Stadt Koronadal sagte: «Wir haben nur noch geschrien, weil wir solche Angst hatten.»

An einer Schule in der Provinz Davao del Sur stürzte nach Angaben der Schulleitung ein Gebäude ein. Verletzt wurde niemand. «Zum Glück fand gerade unsere Flaggenzeremonie statt und alle waren draussen», sagte Schulleiterin Elene Marie Jane Gamboa. Das Gebäude sei bereits bei einem Erdbeben im Jahr 2019 beschädigt worden und sollte ohnehin abgerissen werden.

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Nach dem Erdbeben der Stärke 7,8 harren Bewohner und Studierende im Freien aus – aus Angst vor Nachbeben und einst­ürzenden Gebäuden evakuierten viele Menschen ihre Häuser und Schulen auf Mindanao. - Keystone

US-Geologen registrierten zahlreiche Nachbeben. Nach Einschätzung der US-Erdbebenwarte USGS könnten an einigen Küstenabschnitten Wellen von bis zu drei Metern Höhe auftreten. Die philippinischen Behörden erklärten jedoch, zunächst seien keine ungewöhnlich hohen Wellen beobachtet worden. Die Entwicklung werde weiter überwacht.

Was ist der Pazifische Feuerring?

Präsident Ferdinand Marcos Jr. sicherte den Betroffenen staatliche Unterstützung zu. Die nationale Regierung werde Mindanao nicht alleinlassen, erklärte er. Er stehe in ständigem Kontakt mit den regionalen Behörden vor Ort. Die Bevölkerung rief er auf: «Begeben Sie sich jetzt in höher gelegene Gebiete. Warten Sie nicht.» Das Leben der Menschen sei wichtiger als alles, was sie zurücklassen müssten.

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Bewohner und Passanten versammeln sich auf offenen Flächen, nachdem Präsident Ferdinand Marcos Jr. die Bevölkerung aufgefordert hatte, sich umgehend in höher gelegene Gebiete zu begeben. - Keystone

Die Philippinen und Indonesien liegen am Pazifischen Feuerring – einem gigantischen, hufeisenförmigen Vulkangürtel. Dort treten besonders häufig starke Erdbeben und Vulkanausbrüche auf, weil mehrere Erdplatten aneinanderstossen.

Kommentare

User #2028 (nicht angemeldet)

Sowas ist traurig diese Menschen wurden ohne Krieg zu führen in ein solches Elend gestürzt.

User #6485 (nicht angemeldet)

Das Gegenteil von Tsunami ist Abnahmi.

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