Schweizer Finanzmanager in Panama erschossen
Ein 60-jähriger Schweizer Banker wurde in Panama erschossen. Ermittler fanden 15 Patronenhülsen am Tatort, was auf eine Tötung hinweist.

Das Wichtigste in Kürze
- In Panama-Stadt wurde ein Schweizer Finanzmanager nach einer Verfolgungsjagd erschossen.
- Am Tatort fanden Ermittler 15 Patronenhülsen, was auf eine gezielte Tötung hinweist.
- Der Schweizer besetzte Führungspositionen bei Schweizer Finanzinstitutionen.
Ein Schweizer Finanzmanager ist in Panama-Stadt einem Anschlag zum Opfer gefallen. Miguel González, CEO des Wertpapierhauses Firmus Financial Inc., wurde am Mittwochnachmittag im Stadtteil Llano Bonito erschossen.
Das berichtet die panamaische Zeitung «Critica».

Der 60-jährige González war ein Schweizer Ökonom und Rechtsanwalt und war lange im internationalen Bankensektor tätig. Er besetzte Führungspositionen bei Schweizer Finanzinstituten, unter anderem als Vizepräsident und Geschäftsführer.
Zwei Fahrzeuge verfolgten den Finanzmanager
Laut ersten Angaben folgten zwei Fahrzeuge dem Geländewagen von González. Die Insassen der Fahrzeuge eröffneten daraufhin das Feuer. González verlor die Kontrolle über sein Auto und prallte gegen einen Strommast.
Inoffiziellen Berichten zufolge trafen ihn mindestens fünf Kugeln. Am Tatort sicherten Kriminaltechniker der Staatsanwaltschaft mehr als 15 Patronenhülsen.
Er lebte bereits seit elf Jahren in Panama
Der Mord ereignete sich zu einem politisch aufgeladenen Zeitpunkt. Nur einen Tag zuvor hatte die panamaische Regierung den Einsatz von 900 Polizeikräften in bestimmten Stadtteilen angekündigt. Betroffen sind Gebiete in Panama-Stadt, Colón und San Miguelito.
González lebte seit elf Jahren in Panama. Er war dort im Wertpapiermarkt tätig und unterhielt Büros im Torre Financial Park in Costa del Este. Aus beruflichen Gründen reiste er regelmässig in verschiedene Länder Südamerikas.
Die Hintergründe der Tat sind bislang unklar. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen. Ob González gezielt wegen seiner Tätigkeit im Finanzsektor ins Visier geraten ist, wird derzeit untersucht.
Regierung kämpft gegen steigende Mordrate
In diesen Stadtteilen ereignen sich laut offiziellen Zahlen rund 70 Prozent aller in diesem Jahr registrierten Morde. Die Polizeipräsenz soll die Sicherheitslage verbessern. Der Tod von González zeigt, wie angespannt die Situation in der Hauptstadt ist.












