Pressefreiheit

    Russland weist Moskau-Korrespondentin von «Politico» aus

    Keystone-SDA
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    Die Moskau-Korrespondentin Eva Hartog vom US-Nachrichtenmagazin «Politico» musste Russland verlassen. Es handelt sich um die erste Ausweisung seit Kriegsbeginn.

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    Das Wichtigste in Kürze

    • Die russische Regierung hat die Moskau-Korrespondentin Eva Hartog des Landes verwiesen.
    • Es ist die erste bekannte Ausweisung eines ausländischen Journalisten seit Kriegsbeginn.
    • Die Situation für die unabhängige Presse in Russland ist besorgniserregend.

    Die russische Regierung hat die Moskau-Korrespondentin der Europa-Ausgabe des US-Nachrichtenmagazins «Politico», Eva Hartog, des Landes verwiesen. «Eva Hartog hat Moskau sicher verlassen, nachdem die Verlängerung ihres Visums und die Übertragung ihrer Presseakkreditierung an »Politico« von den russischen Behörden abgelehnt wurden», schrieb der Chefredakteur von «Politico Europe», Jamil Anderlini, am Mittwoch in einer Erklärung. Zuvor soll Hartog vom russischen Aussenministerium aufgefordert worden sein, das Land innerhalb von sechs Tagen zu verlassen.

    Der Fall der 35-jährigen Niederländerin ist der Nachrichtenplattform zufolge die erste bekannte Ausweisung eines ausländischen Journalisten aus Moskau seit dem russischen Überfall auf die Ukraine vor mehr als 17 Monaten.

    1000 Journalisten haben Russland verlassen

    In den Jahren davor hat Russland mehrfach ausländische Pressevertreter des Landes verwiesen. Nach dem Einmarsch verhaftete Russland den US-Journalisten vom «Wall Street Journal», Evan Gershkovich, wegen angeblicher Spionage, ohne bis heute Beweise für die Vorwürfe vorzulegen. Ihm drohen bei einer Verurteilung bis zu 20 Jahre Haft.

    Russia US Detained Reporter
    Wall Street Journal-Reporter Evan Gershkovich steht in einem Glaskäfig in einem Gerichtssaal des Moskauer Stadtgerichts in Moskau, Russland, am Dienstag, 18. April 2023. Die US-Botschafterin in Russland, Lynne Tracy, steht auf der rechten Seite. - keystone

    Schon vor Gershkovichs Verhaftung kündigte die Sprecherin des russischen Aussenministeriums, Maria Sacharowa, das Ende der «maximalen Begünstigung» ausländischer Pressevertreter in Russland an. «Ab jetzt ist alles vorbei. Sie werden auf eine neue Art und Weise leben und Dokumente beantragen müssen», sagte sie bei einer Pressekonferenz im Februar.

    Die Lage der russischen unabhängigen Presse ist desolat. Das russische Justizministerium hatte zuletzt eine Vielzahl von Bürgerrechtlern, unabhängigen Journalisten und Bloggern sowie Nichtregierungsorganisationen zu «ausländischen Agenten» erklärt. Laut Medienberichten haben rund 1000 russische Journalisten das Land seit Kriegsbeginn verlassen.

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