Bei einem Terroranschlag und anschliessenden Kämpfen sind im westafrikanischen Burkina Faso nahe der Grenze zu Mali mehr als 100 Menschen getötet worden.
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Bewaffneter Angriff in Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In Burkina Faso kam es zu einem Terroranschlag mit vielen Toten.
  • Demnach seien 65 Zivilisten und 58 Dschihadisten ums Leben gekommen.

Bei einem Terroranschlag und anschliessenden Kämpfen sind im westafrikanischen Burkina Faso nahe der Grenze zu Mali mehr als 100 Menschen getötet worden. Das teilte die Regierung in der Nacht zum Freitag mit.

Demnach seien 65 Zivilisten und 58 Dschihadisten ums Leben gekommen.

Der Angriff habe sich am Mittwoch in der Nähe der nördlichen Stadt Arbinda ereignet, hiess es. Dabei sei es zu heftigen Kämpfen zwischen Soldaten, Mitgliedern einer Bürgerwehr und Terroristen gekommen.

Die Gendarmerie von Burkina Faso sprach hingegen am Donnerstag auf Facebook von 80 toten Terroristen; mehr als 400 Kämpfer seien in die Flucht geschlagen worden. Ausserdem hätten Sicherheitskräfte grosse Mengen an Waffen, Motorräder und Material sicherstellen können. Zu beklagen sei der Verlust von 15 «Waffenbrüdern», die in einen Hinterhalt geraten seien.

Burkina Faso liegt in der Sahelzone - einem Gebiet, das sich südlich der Sahara vom Atlantik bis zum Roten Meer erstreckt. Dort sind bewaffnete Gruppen aktiv, von denen einige dem Islamischen Staat (IS) oder Al-Kaida die Treue geschworen haben. Burkina Faso blieb lange von Angriffen verschont, seit 2015 steigt ihre Zahl nun aber deutlich. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind dort mittlerweile mehr als 1,2 Millionen Menschen im eigenen Land auf der Flucht. Viele Milizen operieren dabei über die Grenzen nach Mali und zu anderen Staaten hinweg.

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