Rega

    Rega fliegt seit Jahresbeginn mehr Notfall-Einsätze

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Bern,

    Die Rega musste zwischen Jahresbeginn und Mitte August 39-mal mehr ausrücken als im gleichen zeitraum letztes Jahr.

    Schweizerische Rettungsflugwacht
    Ein Helikopter der Rega im Einsatz. (Symbolbild) - Rega

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bis Mitte August ist die Rega zu 323 Bergunfall-Einsätzen ausgerückt.
    • Das schöne Wetter könne durchaus Einfluss haben auf die Zahl der Rega-Einsätze.

    Von Jahresbeginn bis Mitte August ist die Rega zu 323 Bergunfall-Einsätzen ausgerückt. Das waren 39 Patiententransporte mehr als in der Vergleichsperiode des Vorjahrs. Ein Grund dafür könnte sein, dass das schöne Wetter besonders viele Menschen zu Hochtouren und Kletterpartien verführt hat.

    Die genauen Hintergründe der Unfallursachen konnte Rega-Mediensprecher Mathias Gehrig nicht nennen. «Wieso jemand in eine Notsituation geraten ist, ist für unsere Crews nicht relevant», sagte er auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Das schöne Wetter könne aber durchaus Einfluss haben auf die Zahl der Rega-Einsätze.

    Musstest du dich schon mal von der Rega retten lassen?

    Allgemein würden die Einsatzzahlen der Helikopter die Wetterverhältnisse, das Freizeitverhalten und die Reisetätigkeit der Bevölkerung sowie ausländischer Touristen widerspiegeln, so Gehrig. «Bei schönem Wetter zur Ferienzeit oder an Wochenenden sind mehr Menschen draussen in der Natur unterwegs und entsprechend passieren mehr Unfälle.»

    SAC verfügt noch über keine Zahlen

    Beim Schweizer Alpen-Club (SAC) verfügt man nicht über aktuelle Zahlen. Das Zusammentragen und die Auswertung der Bergnotfälle erfolge zu Jahresbeginn für das dann vergangene Jahr, hiess es von Seiten des SAC.

    SAC
    Sind vom Klimawandel in der Schweiz besonders bedroht: die Berghütten des SAC. - keystone

    Für das vergangene Jahr verzeichnete die Unfallstatistik ein deutliches Plus an Notfällen, gleichzeitig aber weniger Todesfälle. 2025 mussten fast 4000 Personen beim Bergsport in der Schweiz von der Bergrettung evakuiert werden.

    Warst du diesen Sommer in den Bergen?

    Das sind rund 11 Prozent mehr als im Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2024. Beim klassischen Bergsport sind 98 Personen ums Leben gekommen. Das ist der tiefste Wert der letzten zehn Jahre.

    Als möglichen Grund für die Zunahme an Notfällen nannte der SAC die Tatsache, dass viele Menschen in den Bergen unterwegs gewesen seien. Darauf hätten unter anderem die rekordhohen Zahlen bei den Hüttenübernachtungen hingewiesen.

    Dürfte im aktuellen Jahr ähnlich sein

    Das dürfte im aktuellen Jahr ähnlich sein. So verzeichneten die Schweizer Bergbahnen bis Ende Juli aufgrund der «ausgezeichneten Wetterbedingungen und der Hitze» eine deutliche Zunahme von 7 Prozent an Ersteintritten gegenüber dem Vorjahr.

    Der schneearme Winter, das sehr warme Frühjahr und die wiederholten Hitzeperioden seit Sommerbeginn haben die Bedingungen im Hochgebirge zum Teil erschwert, wie der SAC Ende Juli mitteilte. Viele Gletscher seien bereits stark ausgeapert: Das heisst, dass die schützende Schneeschicht ist geschmolzen und das blanke Eis liegt frei. Dadurch können klassische Hochtouren schwieriger sein als in den vergangenen Jahren.

    Dazu komme, dass der auftauende Permafrost sich auf die Verhältnisse auswirke. In einigen Gebieten nehme die Steinschlaggefahr zu, und einzelne Geländeabschnitte könnten instabil werden, so der SAC.

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    Kommentare

    User #4048 (nicht angemeldet)

    Heutzutage werden eben auch leichtere Verletzungen herumgeflogen.

    User #5711 (nicht angemeldet)

    Massentourismus und sehr viele Menschen im Land. Die Folge ist dass es mehr Einsätze gibt. Logisch

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