Franken

    Regierungsrat: 2 Mio. Franken im Kampf gegen asiatische Hornisse

    Matthias Bärlocher
    Matthias Bärlocher

    Bern,

    Das invasive Insekt verbreitet sich im Kanton Bern stark und richtet Schäden an.

    Eine asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) wird von einem Biologen mit einem Handschuh gehalten. (Archivbild)
    Eine Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) wird von einem Biologen mit einem Handschuh gehalten. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/DPA/AXEL HEIMKEN

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mit zwei Millionen Franken will der Regierungsrat die asiatische Hornisse bekämpfen.
    • Die invasive Art richtet Schäden an in der Landwirtschaft und bei Bienenvölkern.
    • Die Zahl der Nester hat in den letzten Jahren stark zugenommen und werde noch weiter zunehmen.

    Die asiatische Hornisse breitet sich in der Schweiz immer stärker aus. Ende April warnte auch der Kanton Bern vor dieser invasiven Wespenart und rief zur Mithilfe bei deren Bekämpfung auf.

    Nun spricht der Berner Regierungsrat auch einen Kredit für die nächsten vier Jahre. Damit soll die im Frühling in Grundzügen vorgestellte Strategie umgesetzt werden. Zwei Millionen Franken soll das dem Parlament beantragte Kostendach betragen.

    Asiatische Hornisse: Grosses Schadpotenzial

    Der Regierungsrat setzt damit eine 2024 vom Grossen Rat angenommene Motion um. Er begründet die Massnahmen aber auch mit den Schäden, die die asiatische Hornisse in verschiedenen Bereichen verursachen kann.

    asiatische Hornisse Biozid
    Ein Spezialist im Schutzanzug holt in Utzenstorf BE in 35 Metern Höhe ein Hornissennest vom Baum. Seit Oktober 2025 darf die asiatische Hornisse mit Bioziden bekämpft werden. - keystone

    So lauern die asiatischen Hornissen gerne in der Nähe von Bienenstöcken den Bienen auf, die verhältnismässig leichte Beute sind. Es kann aber auch zu Schäden im Obst- und Rebbau kommen. Bei gehäuftem Auftreten beeinträchtigt die asiatische Hornisse die Biodiversität und kann nicht zuletzt durch Stiche auch die die menschliche Gesundheit gefährden.

    Jedes Jahr dreimal mehr Nester

    Trotz Bekämpfungsstrategie geht das Amt für Landwirtschaft und Natur (LANAT) davon aus, dass die Zahl der Nester bis 2029 noch stark zunehmen wird. Denn bereits in den vergangenen Jahren konnte sich die asiatische Hornisse im Kanton Bern stark ausbreiten. Während 2023 noch sieben Nester entdeckt wurden, waren es 2024 bereits deren 58. Im 2025 waren es 257 Nester.

    Das LANAT geht von mindestens einer Verdreifachung der Nester pro Jahr aus. Voraussichtlich etwa im Jahr 2029 soll ein Plafond von rund 8800 Nestern erreicht sein. Danach rechnet das LANAT mit jährlich grossen Schwankungen. Es werde aber weder sinnvoll noch möglich sein, in Zukunft jedes gemeldete Nest zu entfernen.

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    Kommentare

    User #1213 (nicht angemeldet)

    Flammenwerfer ist effizienter.

    User #4770 (nicht angemeldet)

    Soso.

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