Zwei Mitglieder der russischen Band Pussy Riot sind in einem Gefängnis in den Hungerstreik getreten. Damit fordern sie eine gemeinsame Zelle.
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ARCHIV - Die Aktionskünstlerin Maria Aljochina von der russischen Punkband Pussy Riot spricht im Kulturzentrum Das Haus während eines Interviews. Foto: Uwe Anspach/dpa - sda - Keystone/dpa/Uwe Anspach

Das Wichtigste in Kürze

  • Zwei Mitglieder der Punkband Pussy Riot sitzen ein rund zweiwöchige Haftstrafe ab.
  • Nun sind sie in einen Hungerstreik getreten.
  • Sie verlangen, dass sie in einer Zelle untergebracht werden und kommunizieren dürfen.

Zwei Aktivistinnen der Punkband Pussy Riot sind in einem russischen Gefängnis bei Moskau in einen Hungerstreik getreten. Maria Aljochina und Ljusja Schtein verlangten unter anderem, dass sie in einer Zelle untergebracht werden. Und miteinander kommunizieren dürfen, berichteten das unabhängige Nachrichtenportal Meduza und das Bürgerrechtsportal Owd-Info am Samstag.

Pussy Riot sorgt mit Aktionen für Aufsehen

Die Frauen sitzen demnach rund zweiwöchige Haftstrafen ab. Mitglieder der Punkband wurden in der Vergangenheit wiederholt festgenommen und zu Haftstrafen verurteilt. Die Gruppe sorgt immer wieder mit Aktionen für Aufsehen.

Aljochina war 2012 international bekannt geworden, als sie mit ihrer Bandkollegin Nadeschda Tolokonnikowa zu zwei Jahren Straflager verurteilt wurde. Sie hatte mit einem Punkgebet in einer Kirche gegen Russlands Präsident Wladimir Putin protestiert. Erst im September war sie erneut zu einem Jahr Freiheitsbeschränkung verurteilt worden.

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