Der Präsident von Südkorea Yoon Suk-yeol wirft Nordkorea vor, mit dem Atomwaffenprogramm die Sicherheit der Region zu gefährden. Ein neuer Plan muss her.
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Der Präsident von Südkorea, Yoon Suk-yeol, in Seoul am 12. Mai 2022. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Südkoreas neuer Präsident hat einen Wirtschaftsplan für Nordkorea versprochen.
  • Voraussetzung dafür: Das abgeschottete Land muss atomar abrüsten.

Yoon Suk-yeol (61) wirft Nordkorea vor, mit seinem Atomwaffenprogramm die Sicherheit in der Region und darüber hinaus zu gefährden. Dies bekräftigte der neue Präsident von Südkorea bei einer Verteidigungszeremonie am Dienstag vor dem Parlament in Seoul. Die Tür zum Dialog werde trotzdem geöffnet bleiben, «sodass wir diese Bedrohung frieldlich lösen können».

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Der neue Präsident von Südkorea Yoon Suk Yeol hielt am Dienstag vor dem Parlament eine Rede. - Keystone

Wie genau der Plan für ihr abgeschottetes Nachbarland aussieht, liess Yoon in seiner Rede zum Amtsantritt zunächst offen. Der Plan solle in Kooperation mit der internationalen Staatengemeinschaft ausgearbeitet werden. Pjöngjang müsse aber den Prozess zur kompletten Denuklearisierung beginnen.

Yoon wurde im März Präsident von Südkorea

Der 61-jährige Yoon hatte die Wahl im März als Kandidat der konservativen Opposition mit hauchdünnem Vorsprung vor dem Regierungspartei-Bewerber gewonnen. Der frühere Generalstaatsanwalt tritt die Nachfolge des linksliberalen Präsidenten Moon Jae In an. Seine Amtszeit beträgt fünf Jahre.

Yoons Amtsantritt erfolgte in unsicheren Zeiten in der Region. Nordkorea hatte in diesem Jahr mehrfach Raketen getestet, die einen atomaren Sprengkopf tragen können, einschliesslich einer Interkontinentalrakete (ICBM). Südkorea und die USA befürchten, dass das international isolierte Land derzeit auch einen neuen Nukleartest vorbereitet. In knapp zwei Wochen besucht US-Präsident Joe Biden Südkorea und Japan.

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