Südkorea aktiviert Fonds zur Stabilisierung der Finanzmärkte
Der südkoreanische Präsident Lee Jae Myung hat am Donnerstag wegen des Kriegs im Nahen Osten die Aktivierung eines Fonds zur Stabilisierung der Finanzmärkte angeordnet. Zuvor hatte die Börse in Seoul einen spektakulären Kurseinbruch erlebt.

Der Staatschef der viertgrössten Volkswirtschaft Asiens forderte die Regierung auf, auf den Fonds in Höhe von 100'000 Milliarden Won (umgerechnet 53 Milliarden Franken) zurückzugreifen, «um jede Instabilität auf den Kapitalmärkten zu verhindern». Welche konkreten Massnahmen ergriffen werden sollen, präzisierte er nicht.
Südkorea ist stark von Importen von Öl und Gas sowie von Exporten der Technologieindustrie abhängig. Diese wurden durch den Konflikt, der am Donnerstag bereits den sechsten Tag andauerte, erheblich gestört.
Der Leitindex Kospi der Börse in Seoul – zu dem Technologiekonzerne wie Samsung Electronics oder SK hynix gehören – war am Dienstag und Mittwoch um fast 20 Prozent eingebrochen. Am Donnerstag machte er einen Teil dieser Verluste wieder wett und legte um 10 Prozent zu, begünstigt durch eine Erholung der weltweiten Märkte und staatliche Eingriffe.
Zu Jahresbeginn hatte der Index noch Rekordstände erreicht. Getragen worden war er von der weltweiten Nachfrage nach künstlicher Intelligenz.










