Philippinen und USA starten grosse gemeinsame Militärübungen

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Philippinen,

Vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen im Südchinesischen Meer haben die Philippinen und die USA eines der grössten gemeinsamen Militärmanöver ihrer Geschichte gestartet. An den 19-tägigen Übungen «Balikatan» beteiligen sich mehr als 17.000 Soldaten aus sieben Ländern, die zu Land, zu Wasser und in der Luft trainieren.

Militär
Die Philippinen und die USA haben gemeinsame Militärübungen gestartet. - keystone

Geplant sind bis zum 8. Mai unter anderem scharfe Schiessübungen, ein simulierter Angriff auf See sowie koordinierte Luftmanöver. Unter anderem nehmen daran auch Streitkräfte aus Japan, Kanada, Australien, Neuseeland und Frankreich teil.

Erstmals ist Japan aktiv dabei: In der Vergangenheit war die Beteiligung auf humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz beschränkt. Nun sollen japanische Einheiten unter anderem bei einer simulierten maritimen Angriffsübung eine ausgemusterte Schiffseinheit mit Raketen beschiessen, wie ein Sprecher des philippinischen Militärs sagte.

Die USA bezeichneten das Manöver als «eindrucksvollen Beweis» für ihr Bündnis mit den Philippinen. Ein US-General erklärte, die Übungen – die bereits seit 1991 stattfinden – dienten dazu, «unter Einsatz modernster Systeme» gemeinsame Fähigkeiten zu stärken und die Einsatzbereitschaft zu erhöhen.

Die Manöver finden in verschiedenen Provinzen der nördlichen Insel Luzon statt, die teilweise nahe Taiwan und teilweise nahe umstrittener Gebiete im Südchinesischen Meer liegen. China betrachtet das unabhängig regierte Taiwan als Teil der Volksrepublik und droht mit einer Eroberung. Auch kommt es regelmässig zu Zwischenfällen im Südchinesischen Meer. Peking beansprucht die rohstoffreiche Region grösstenteils für sich und widerspricht damit dem Urteil eines Schiedsgerichts in der Sache.

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Kommentare

User #2933 (nicht angemeldet)

Militärübung gegen die Drogendealer wäre super!

User #3392 (nicht angemeldet)

Für die USA wird es ein schwieriger Spagat. Mit China ist ihnen ein Gegner erwachsen, der sich langsam auf Augenhöhe der Amerikaner bewegt. Es ist ein ganz anderer Gegner als Russland, das sich lediglich im militärischen Bereich, und als Rohstofflieferant, als Grossmacht präsentieren kann. Eine militärische Auseinandersetzung verbietet sich, da beide Staaten inzwischen über ein grosses Vernichtungspotential verfügen. Die USA müssen einsehen, dass sie nicht mehr die Alleinherrscher sind. Sie werden sukzessive an Macht einbüssen. Allerdings sollte auch China Zurückhaltung üben, denn seine Nachbarn sehen ein übermächtiges China zunehmend als Bedrohung an. Es muss mit Vietnam, Philippinen, Japan etc. einen Ausgleich suchen, sonst gibt es keinen dauerhaften Frieden.

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