Um sich seine politische Immunität beizubehalten, wird der umstrittene philippinische Präsident Rodrigo Duterte nächstes Jahr als Vize-Präsident kandidieren.
Philippinischer Präsident Rodrigo Duterte bei einer Ansprache.
Mit der Massnahme soll der brutale Kampf von Präsident Rodrigo Duterte gegen Drogen und Kriminalität ausgeweitet werden. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Präsident Rodrigo Duterte will 2022 als Vize-Präsident von den Philippinen werden.
  • Kritiker behaupten er mache dies nur, um seine politische Immunität zu wahren.
  • Der internationale Strafgerichtshof ermittelt wegen 7000 Morde beim «War on Drugs».

Der umstrittene philippinische Präsident Rodrigo Duterte will bei der Wahl im kommenden Jahr als Vize-Präsident kandidieren. Der 76-Jährige ist bereit, «das Opfer zu bringen und den Rufen des Volkes zu folgen», sagte Karlo Nograles, Vize-Generalsekretär.

Duterte darf laut Verfassung des südostasiatischen Inselstaats nach seiner sechsjährigen Amtszeit bei der Wahl 2022 nicht mehr antreten. Er wird aber alles tun, um sich politischen Einfluss und die Immunität zu bewahren, um so mögliche Strafverfahren zu umgehen.

Internationale Strafgerichtshof ermittelt

Bei seiner Wahl 2016 hatte Duterte ein hartes Vorgehen gegen Drogenkriminelle angekündigt und Drogenschmugglern mit dem Tod gedroht. Der Polizei zufolge sind seither bei Anti-Drogen-Einsätzen bereits mindestens 7000 Menschen getötet worden.

Menschenrechtler sind aber überzeugt, dass die wahre Zahl viel höher ist. Der Internationale Strafgerichtshof ermittelt wegen mutmasslicher Morde beim staatlichen «War on Drugs».

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