Petro Poroschenko kandidiert für zweite Amtszeit in der Ukraine

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Ukraine,

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko kandidiert für eine zweite Amtszeit. Die Annexion der Krim ist eines der Hauptthemen im Wahlkampf.

Petro Poroschenko, Präsident der Ukraine, winkt bei einer Rede.
Petro Poroschenko tritt erneut bei den Präsidentenwahlen an, die für Ende März angesetzt sind. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Petro Poroschenko will erneut Präsident der Ukraine werden.
  • Seine Wahlchancen werden als nicht zu hoch angesehen.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko will bei der Präsidentenwahl im März als Kandidat antreten. «Die tiefe Verantwortung gegenüber dem Land (...) bringt mich dazu, noch ein weiteres Mal für den Posten des Präsidenten zu kandidieren», sagte der 53-Jährige am Dienstag in Kiew.

Poroschenko ist seit 2014 Staatschef der Ex-Sowjetrepublik. Seine Kandidatur galt als sicher. In Umfragen liegt der Amtsinhaber hinter Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko. Wahrscheinlich wird es zu einer Stichwahl kommen.

Am Sonntag endet Einreichefrist

Unklar ist, ob Poroschenko überhaupt den Einzug in die zweite Runde schafft. Insgesamt wurden bisher 22 Kandidaten offiziell registriert. Am kommenden Sonntag endet die Einreichfrist.

Eines der wichtigsten Themen des Wahlkampfes ist der seit 2014 andauernde Konflikt in der Ostukraine. Kiew sieht sich seit der russischen Annexion der Halbinsel Krim und der anschliessenden Unterstützung ostukrainischer Separatisten durch den Kreml im Krieg mit Moskau.

Poroschenko will Frieden mit Russland

Die Ukrainer seien des Krieges müde, sagte Poroschenko. Er werde sich deshalb für einen Frieden mit Russland einsetzen. UN-Schätzungen zufolge sind in dem Konflikt bisher rund 13'000 Menschen getötet worden.

Ein weiteres Ziel werde ein Antrag auf Beitritt zur Europäischen Union bis 2024 sein, sagte der Staatschef. Zudem wolle er der Bekämpfung der Armut einen höheren Stellenwert geben. Nach einer Statistik des Internationalen Währungsfonds ist die Ukraine das ärmste Land Europas. «Wir müssen zu einem grossen europäischen Staat glücklicher Menschen werden», betonte Poroschenko.

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