Pentagon soll 10'000 weitere Soldaten in den Nahen Osten senden
Im Nahen Osten tobt der Krieg weiter. Die USA haben einen Friedensplan vorgelegt, den der Iran abgelehnt und mit einem eigenen Vorschlag gekontert hat.

Das Wichtigste in Kürze
- Seit über einem Monat tobt im Nahen Osten ein Krieg.
- Die USA haben einen Friedensplan vorgelegt, den Teheran gekontert hat.
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Seit über einem Monat bekriegen sich die USA zusammen mit Israel und der Iran. Mehrere hohe Militärs und Politiker in Teheran wurden getötet. Der Iran greift auch die Golfstaaten an und blockiert die Strasse von Hormus. Das hat zu höheren Ölpreisen geführt.
Donald Trump hat zuletzt von einer Waffenruhe, Gesprächen und einem vorgelegten Friedensplan gesprochen. Doch der US-Präsident droht dem Iran auch mit Angriffen auf Energieanlagen, sollte die Strasse von Hormus nicht freigegeben werden. Das Ultimatum wurde aber verlängert.
Teheran dementiert, dass es Gespräche gibt. Der 15-Punkte-Plan für ein Kriegsende wurde zurückgewiesen, dafür ein eigener 5-Punkte-Plan vorgelegt.
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Pentagon soll 10'000 weitere Soldaten senden
07.20: Das Pentagon erwägt laut Medienberichten, bis zu 10'000 weitere Soldaten in den Nahen Osten zu entsenden. Dies würde US-Präsident Donald Trump mehr Flexibilität in den Gesprächen mit Teheran verschaffen, berichtete das «Wall Street Journal» unter Berufung auf Insider.
Die Truppen sollen aus anderen Einheiten als den bereits vor Ort eingesetzten Soldaten stammen. Laut dem Portal «Axios», unter Berufung auf einen ranghohen Verteidigungsbeamten, soll die Entscheidung nächste Woche getroffen werden.

Die Truppen sollen aus anderen Einheiten als den bereits vor Ort eingesetzten Soldaten stammen. Laut «WSJ» könnten Infanteristen zu den rund 5'000 Soldaten und den Fallschirmjägern der 82. Luftlandedivision hinzukommen. Sie dürften in der Nähe des Iran und der und der für den Ölhandel strategisch wichtigen Insel Charg stationiert werden.
Zunächst war dem Bericht zufolge unklar, wo genau die Truppen im Nahen Osten hingeschickt werden sollen. Das «Wall Street Journal» hielt es für wahrscheinlich, dass die Kräfte in der Nähe zum Iran und der für den Ölhandel strategisch wichtigen Insel Charg stationiert werden dürften.
«Axios» berichtet, dass das Pentagon militärische Optionen für einen möglichen «endgültigen Schlag» gegen den Iran prüft. einschliesslich Bodentruppen und massiver Bombardierungen. Trump habe jedoch noch keine Entscheidung getroffen, sei aber bereit zu eskalieren, falls die Gespräche scheitern.
Hegseth betet für «überwältigende Gewalt»
03.10: Am Mittwoch wurde im Pentagon ein Gottesdienst für Militärangehörige und zivile Angestellte abgehalten. Äusserungen von «Kriegsminister» Pete Hegseth sorgen für Aufsehen. Laut der Nachrichtenagentur AP bat er Gott um «überwältigende Gewalt» gegen die Feinde der USA.

«Möge jede Kugel ihr Ziel gegen die Feinde der Gerechtigkeit und unserer grossen Nation treffen», sagte Hegseth. «Gib ihnen Weisheit in jeder Entscheidung, Ausdauer für die bevorstehende Prüfung, unzerbrechliche Einheit und überwältigende Gewalt im Kampf gegen jene, die keine Gnade verdienen.»
Bereits vor diesen Äusserungen wurde Hegseth für seinen Einbezug der Religion in die Armee von Veteranen kritisiert. Gegenüber dem «Guardian» sagte ein ehemaliger Soldat, er fürchte, dass viele christliche Nationalisten zur Armee gehen würden.
G7-Treffen: Ringen mit Rubio um gemeinsame Iran-Linie
02.40: Die G7-Partner wirtschaftsstarker Demokratien ringen heute mit ihrem US-Kollegen Marco Rubio um eine gemeinsame Linie für ein Ende des Iran-Krieges. Bundesaussenminister Johann Wadephul (CDU) forderte vor den Beratungen in Frankreich von den USA, Europa in ihre Planungen einzubeziehen. Rubio stellte sich vor seinem Abflug hinter die Kritik von US-Präsident Donald Trump, die Nato-Verbündeten hätten im Krieg mit Iran nicht geholfen, als die USA sie darum gebeten hätten.
Trump habe festgestellt, dass die USA ständig um Hilfe in Kriegen gebeten worden seien und geholfen hätten, sagte Rubio. Doch als man selbst um Unterstützung gebeten habe, habe man von der Nato keine positive Antwort bekommen.
Die Bedrohungen der globalen Schifffahrt durch den Iran seien ein Verstoss gegen das Völkerrecht. All jene Länder, denen das Völkerrecht am Herzen liege, sollten etwas dagegen unternehmen.











