Palästinenser: Tote bei Angriffen im Gazastreifen
Trotz geltender Waffenruhe sind bei Angriffen der israelischen Armee im Gazastreifen palästinensischen Angaben zufolge seit dem Morgen mehrere Menschen getötet worden.

Bei einem Angriff im Zentrum des Gazastreifens seien drei Palästinenser ums Leben gekommen, die den Aufbau von Zelten einer ägyptischen Hilfsorganisation gefilmt hätten, teilte der von der Hamas kontrollierte Zivilschutz mit.
Israels Armee sagte, sie habe auf der Hamas nahestehende Verdächtige gezielt, die eine Drohne eingesetzt hätten. Das Fluggerät habe die Sicherheit der israelischen Soldaten gefährdet.
Kreise der Hilfsorganisation, dem ägyptischen Komitee in Gaza, hiess es, es handle sich um einen «schwerwiegenden und gefährlichen Präzedenzfall». Den Angaben nach wurde das Fahrzeug der drei getroffen. Ob es sich bei den drei um Mitarbeiter der Organisation handelt, war zunächst unklar. Das ägyptische Komitee in Gaza wurde auf Anweisung des ägyptischen Staatschefs Abdel Fattah al-Sisi gegründet, wie es auf der Website der Organisation heisst. Aus Ägypten gab es zunächst keine Stellungnahme zu dem Vorfall.
Die von der Terrororganisation Hamas kontrollierte Gesundheitsbehörde sprach von insgesamt acht Toten bei israelischen Angriffen seit dem Morgen. Israels Militär teilte mit, Soldaten hätten einen Palästinenser getötet, der sich ihnen genähert und eine Bedrohung für sie dargestellt hätte.
Alle Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Seit Inkrafttreten der Waffenruhe am 10. Oktober 2025 hat es immer wieder tödliche Zwischenfälle und Angriffe im Gazastreifen gegeben.










